Wo ich kacke, da lass’ ich mich nieder

Man kennt das ja von Hunden, die an jeder Ecke kurz ihr Bein heben und mit einem Urinstrahl ihr Revier markieren. Aber Hunde sind nicht die einzigen Tiere, die mit ihren Ausscheidungen kommunizieren. Ein Beispiel hierfür sind Uhus. Die platzieren ihre Exkremente schön sauber rund um ihr Nest, stecken damit ihr Territorium ab und teilen anderen Uhus mit, ob sie gerade brüten oder auf Partnersuche sind und was es zum Mittagessen gab. Bisher gingen Forscher immer davon aus, dass Nachtvögel wie Eulen hauptsächlich über Laute und nicht visuelle Signale kommunizieren. Aber das haben spanische Biologen nun erforscht und ein bisschen mit den Tieren rumexperimentiert.

© röda hexa / PIXELIO

Wenn die Uhus gerade wie wild am Brüten sind, sind ihre Fäkalien rund um das Nest weiß und enthalten vermehrt Beutefedern. Zusätzlich legen die Vögel diese weißen Kackhaufen auch noch auf dunklen Untergrund, damit man sie bloß nicht übersieht. Die Forscher übersprühten die Exkremente mit dunkler Farbe und waren sehr erstaunt, als in der nächsten Nacht nicht nur in der Nähe, sondern direkt auf den alten Grenzmarkierungen neue weiße Kothaufen lagen. Das deutete auf ein gezieltes Verhalten hin.

Eigentlich kennt man solch ein Verhalten, also die Markierung eines Territoriums mit Fäkalien, nur von Säugetieren. Aber jetzt ist es mehr oder weniger wiederlegt und Uhus machen das halt auch. Ist ja wesentlich einfacher und weniger anstregend, als die ganze Nacht über “uhuuuuu” zu rufen. Aber trotzdem bleibt es erst einmal bei dieser Hypothese und weitere Experimente und Verhaltenbeobachtungen sind nötig, um das wirklich zu bestätigen.

Ich hab eben direkt mal auf meinen Parkplatz gekackt. Soll ja jeder wissen, dass der mir ist!

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Gekackt von Dirk am 28. Dezember 2008 um 06:27 Uhr.
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