Wie funktioniert der Enddarm?
Heute gehe ich der spannenden Frage nach: Was passiert in unserem Körper, kurz bevor wir unseren Kot ausscheiden? Alle Nährstoffe sind der Nahrung entzogen und verwertet und der Dickdarm ist fleißig dabei, unserem Speisebrei auch noch die Flüssigkeit zu entziehen. Und dann?
Durch rhythmisches Zusammenziehen der Darmmuskulatur wird die immer fester werdende Masse weiterbewegt und gelangt nach und nach in den Enddarm, der den Kot bis zur Ausscheidung sammelt. Damit nicht gleich alles durchläuft, gibt es einen Verschluss, den Schließmuskel. Außerdem befinden sich in der Schleimhaut des Enddarms Schwellkörper, die dem Schließmuskel helfen, dass Kot und Gase nicht sofort nach draußen gelangen. Die Schwellkörper sind in der Lage, den Zustand des Darminhaltes genau zu erkennen und sie wissen, wann sie anschwellen müssen und wann nicht.
Der Darminhalt kann, je nachdem was wir gegessen haben, eine feste oder eine eher flüssige Konsistenz haben. Haben wir viel Zwiebeln gegessen, kommt ein hoher Anteil an Gasen dazu. Dieses Gemisch immer zuverlässig zurückzuhalten, bis der äußere Schließmuskel den Befehl für den Stuhlgang gibt, kann nur mit Unterstützung der Schwellkörper gelingen.

Füllt sich der obere Abschnitt des Enddarms, genannt Ampulle, langsam mit Inhalt, weitet er sich stark aus. Die Schwellkörper schwellen an, bis sie sich berühren und den Enddarm vollständig abdichten. Den Füllungszustand messen Dehnungsrezeptoren in der Darmwand. Über Nervenfasern werden Signale an ein im Bereich des Kreuzbeins liegendes “Stuhlentleerungszentrum” gesendet (1).
Das Stuhlentleerungszentrum steht mit dem Großhirn in Verbindung (2), das bei einer entsprechenden Füllung der Ampulle den Befehl Stuhldrang erteilt (3). Jetzt sollten wir zur Toilette gehen, denn mit dieser Empfindung werden über Nervenfasern aus dem Stuhlentleerungszentrum Befehle an den inneren Schließmuskel zur Erschlaffung gegeben (4). Gleichzeitig ziehen sich die in der Darmwand des Enddarms liegenden Längsmuskel zusammen. Der Enddarm verkürzt sich und die Kotsäule schiebt sich langsam nach draußen.
Das kann aber nur geschehen, wenn wir dem willentlich gesteuerten äußeren Schließmuskel befehlen, ebenfalls zu erschlaffen. Wenn nicht, kann der Stuhlgang verhindert werden. Aber: Häufiges Unterdrücken des Stuhldrangs ist eine der wesentlichsten Ursachen für eine chronische Verstopfung. Besser ist es, dem natürlichen Impuls nachzugeben.
Quelle: http://www.medizinfo.de/gastro/anatomie/enddarm.shtml
Gekackt von Britt am 17. November 2009 um 06:21 Uhr.
Stichworte: darm, medizin, schließmuskel, verdauung
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Der Text macht mich irgendwie “wuschig”
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