Wenn aus Fischkot Tomaten werden
In der mediterranen Küche sind sie ein Herz und eine Seele: Fische und Tomaten. Daraus lassen sich leckere Gerichte zaubern. Bei der Zucht von Tomaten und Fischen dagegen ging man aber bisher getrennte Wege.
Forscher des Leibnitz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei in Berlin haben jetzt ein geschlossenes System entwickelt, um Fische und Tomaten gemeinsam zu züchten. Unter einem Dach ernähren dort die Abfallprodukte von Fischen, nämlich der Fischkot, herangewachsende Tomaten. Ein Nährstoffkreislauf, der neue Umwelt-Standards setzt und Möglichkeiten zur nachhaltigen Protein- und Gemüseproduktion in trockenen Gebieten eröffnet.

Schmecken denn die Tomaten auch nach Fisch? Schauen wir uns das Experiment genauer an.
Zuerst wurde nach dem Vorbild der Natur ein Gewächshaus gebaut, für Fische und Tomaten unter einem Dach. Die Fische werden natürlich nicht in Erde gesteckt, sondern schwimmen in einem Becken. Die Abwässer aus dem Fischbecken mitsamt Fischkot fließen in ein anderes Becken, in dem die Tomatenpflanzen untergebracht sind. Die Wurzeln der Pflanzen werden dabei direkt von dem nährstoffreichen Wasser umspült, sie brauchen keine Erde. Die Tomaten reinigen das Wasser, das dann wieder als Frischwasser in die Fischbecken gelangt. Dieser Kreislauf ermöglicht eine emissionsfreie Fisch- und Gemüsezucht, der nur Fischfutter und eine extrem geringe Menge Wasser zugeführt werden.
Damit das System möglichst geschlossen bleibt, haben die Wissenschaftler sehr viel Technik integriert: Kühlfallen fangen das Transpirationswasser der Tomatenpflanzen aus der Luft auf, welches dann wieder in die Fischbecken gelangt. Eine Wärmepumpe sorgt für eine gleichmäßige Temperatur während des ganzen Jahres – im Sommer muss gekühlt, im Winter geheizt werden. Der Strom für die Anlage stammt von einer einfachen Photovoltaikanlage auf dem Dach.
Die erste Ernte war beachtlich. Fast 600 Kilogramm Tomaten konnten die Wissenschaftler einfahren, die Speisefische konnten sie um 150 Kilogramm vermehren. Guten Appetit!
(Quelle:
Podcast von dw-world http://rss.dw-world.de/xml/podcast_Wissenschaft
und http://www.innovations-report.de)
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Gekackt von Britt am 27. Januar 2009 um 05:52 Uhr.
Stichworte: fische, forschung, pflanzen, umwelt







Es gibt Menschen, die sind auf Tomaten allergisch und es gibt auch welche, die vertragen keinen Fisch. Hat das auch Auswirkungen? Merkt man davon was? Also ich finde es nicht schlecht, dass sich die Wissenschaftler etwas einfallen lasse, aber ich wüsste nicht, ob ich so eine Tomate mit Genuss auch essen könnte. Natürlich wird das Feld vom Bauern auch mit Kuhschei*e gedüngt, aber das ist halt schon „Normal“. Mal sehen, ob die Leute das mit dem Fisch und den Tomaten auch so annehmen werden.
Das ist doch schon ein uralter Hut!
wird auch Aquaponie genannt solch ein Verfahren.
@tomatenhannes, ja da hast Du recht! Die Schweizer hatten es schon lange erfunden :-) Hier in Deutschland wird es als Innovation angepriesen.
@Dirk, das merkt doch letztendlich keiner. Ich werde beim nächsten Einkauf mal nachfragen, ob die Tomaten aus der Fischzucht stammen. Bin auf die Reaktion gespannt …
na ja, wer sich nicht nur über mediterranes geckates informieren will, der kann unsere seite besuchen
Interessant. Welches ist denn das Anliegen Deiner Seite?
Mein Anliegen ist es nach und nach ein Portal zum Thema Wohnen aufzubauen und am anfangs steht halt Content schaffen und Optimieren und mit anderen ins Gespräch zu kommen bezüglich der einzelnen Themen. In einigen Wochen werde ich auch ein Blog aufsetzen, aber zunächst schaue ich mich um, wer was wo schreibt und recherchiere halt zu Themen die wir auch diskutieren und so bin auch auf Deinen Artikel gekommen. Aber danke für die Nachfrage … und für “no follow” ;-)
Ist ja in Ordnung. Wir haben Deinen Link ja nicht gelöscht und no-follow haben wir übrigens grundsätzlich deaktiviert.
Auf Deinen Blog sind wir natürlich schon gespannt.
Ich benutze ja meine kacke als dünger
lol, echt gut
cool, das wust ich gar nicht.
habe heute im supermarkt “frische” tomaten gekauft, da es ja noch keine im garten gibt. brauchte sie fuer eine sosse zu spaghetti …. und was soll ich sagen, bbbrrrr die sosse schmeckte total nach fisch und landete somit im abfall!!! wirklich schade ! und schlimm, dass dies ueberhaupt moeglich ist.
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