Was machen die Duftsensoren im Darm?

Warum riechen und schmecken Kräuter und Gewürze nicht nur gut, sondern sind auch noch gesund? Knoblauch und Thymian beispielsweise können die Verdauung ankurbeln. Doch warum? Kann der Darm etwa riechen?

Forscher der Ludwig-Maximilians-Uni und der TU München sind einen Schritt weiter, was die Geheimnisse der Gewürze angeht. Sie sahen sich die Schleimhaut des Magen-Darm-Traktes genauer an. Auf Sensorzellen fanden sie vier Typen von Rezeptoren, wie sie nur aus der Nase bekannt waren. Um deren Funktion zu erkunden, stimulierten sie die Zellen mit Aromastoffen. Können in der Darmwand Gewürze ebenso erkannt werden wie in der Nase?

In meiner Kräuterecke fehlte bisher Thymian! Das wird im Frühjahr nachgeholt.

In meiner Kräuterecke fehlte bisher Thymian! Das wird im Frühjahr nachgeholt.

Die Zellen reagierten mit einer Erhöhung der intrazellulären Kalziumkonzentration, die wiederum die Freisetzung von Serotonin auslöste. Dieser Botenstoff steuert unter anderem die Darmbewegung. Und so ist erstmals die verdauungsfördernde Wirkung von Aromastoffen auf zellulärer Ebene nachgewiesen.

Das eröffnet neue Möglichkeiten der Therapie von Magen-Darm-Beschwerden wie Durchfall oder Verstopfung: mit pflanzlichen Wirkstoffen. Die Entdeckung wirft aber auch ein neues Licht auf die Allgegenwart von Aromastoffen, etwa in Nahrungsmitteln, Kosmetika und Waschmitteln. Die Substanzen könnten ein Auslöser des Reizdarmsyndroms sein. Ein Verzicht auf parfümierte Produkte könnte dazu beitragen, dass sich Schleimhäute und Haut der Patienten erholen und manche Symptome künftig gar nicht mehr auftreten.

Spannend allemal, schnief …

gelesen im GEO Magazin 8/2007, “Bewegendes Aroma, In Magen und Darm sitzen Duftsensoren. Bloß, was tun sie dort?”

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Gekackt von Britt am 16. Januar 2009 um 06:31 Uhr.
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Es wurden schon 5 Kommentare gekackt.

  1. Christian kackte am 16.01.2009 um 14:58 Uhr:

    Naja… ich sag mal… es gibt auch vieles was den Menschen und seinen “Wehen” noch mehr helfen kann… aber alles hat auch eine Kerhseite… wie auch immer… ichbin der Meinung, wir sollte nicht immer alles so unter die Lupe nehmen, wie es die Wissenschaft derzeit macht, auch wenn es dem Menschen hilft… Wir sind nur Bewohner dieses Planete n und nicht Gott.. auch wenn viele von uns das manchmal glaube!

    Gruß
    christian

  2. Brigitte kackte am 16.01.2009 um 21:51 Uhr:

    Die Wissenschaft macht sich über die ehtischen Folgen wenig Gedanken. Wobei ich die Forschung von Auswirkungen der Pflanzen auf den Körper spannend finde.

  3. Britt kackte am 16.01.2009 um 22:59 Uhr:

    @Christian, welche Kehrseite meinst Du? Ein paar mehr oder weniger Kräuter im Essen können doch wohl nicht schaden, oder?

    @Brigitte, mich interessiert das auch sehr!

  4. Sven kackte am 16.01.2009 um 23:32 Uhr:

    @ all: das bedeutet ja gerade Wissenschaft. Mach Dir keine Gedanken über die Auswirkungen der Ergebnnisse – hauptsache neues Wissen wird geschaffen. Forsche und gewinne neue Erkenntnisse. Die Verantwortung müssen dann diejenigen tragen, die diese dann in Produkte umsetzen und vermarkten.
    Negativbeispiel: rotes Schnittwasser aus Holland (Tomate genannt )
    Positivbeispiel: ich nutze fast jeden Tag meine tolle Teflon -Pfanne.
    Und hinten kommt garantiert auch immer was raus :mrgreen:

  5. Christian kackte am 17.01.2009 um 17:23 Uhr:

    Brit, nein. Da hast Du schon recht. Schaden tut es nicht… Doch der Körper kann ja eh immer nur eine bestimmte Menge an bestimmten nNährstoffen aufnehmen… Irgendwas wird immer zu kurz und zu lang kommen…

    Halt nen bissle Philosophisch… ;) :?

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