Was ist eine Schrothkur?

Eine Schrothkur ist ein Naturheilverfahren mit Trink- und Trockentagen, das nichts mit Körneressen zu tun hat, sondern seinen Namen von seinem Begründer Johann Schroth (1798-1856) übernommen hat. Sinn und Zweck besteht darin, den Körper in 2 bis 4 Wochen gründlich zu entgiften und zu entschlacken.

Der Schrothkur-Hotspot Deutschlands ist Oberstaufen im Allgäu. Es gibt dort 70 Kurbetriebe, die ihre zahlreichen Gäste von Zivilisationskrankheiten wie Bluthochdruck, Magen-Darm-Störungen oder Stoffwechselstörungen  heilen wollen. Die Art und Weise klingt für mich recht abenteuerlich, die Kur basiert auf natürlichen Reizen: Nahrung und Nahrungsenthaltung, Trinken und Nichttrinken, Wärme und Kälte, Bewegung und Ruhe, Licht und Luft, mal so und mal so. Diese Reize dienen dazu, die körpereigenen Ordnungs- und Heilkräfte zu wecken. Aha! Was heißt das nun genau?

1. Die Schroth´sche Diät – Man bekommt kalorienreduzierte, überwiegend basische Kost ohne tierisches Eiweiß und Fett, die praktisch salzfrei ist. Die Kost muss für einen einfachen Verdauungsprozess möglichst reizarm sein. Nur gekochtes Gemüse und Obst-Kompott sind reizarm und entlasten den Darm im Gegensatz zur Rohkost. Zusätzlich werden Reis, Graupen, Kräuter, Grieß, getrocknete Pflaumen und Aprikosen sowie Kurgebäck gereicht.

2. Die Schroth´sche Packung – Täglich außer Sonntags wird man gegen 4 Uhr morgens mit einer Tasse heißem Kräutertee geweckt. Der von der Nachtruhe durchgewärmte Körper wird in ein feuchtkaltes Leintuch gewickelt und mit trockenen warmen Packbetten zugedeckt. Kurbelt den Stoffwechsel an, und die Entgiftung kann beginnen!

3. Die Schroth´sche Trinkverordnung – Nur ein Minimum oder reichlich Kurgetränke: Wasser, Tee, Säfte und trockener Kurwein (*hicks*). Während der Trockentage entsteht ein Sog aus dem Zwischengewebe in das leicht dickflüssige Blut. Am Trinktag werden dann die herausgelösten Substanzen ausgeschieden.

4. Ruhe und Bewegung – Der Wechsel von Ruhe und Bewegung in Zusammenhang mit dem Wechsel der Flüssigkeitsmenge unterstützt den Entgiftungsprozess. Die Ruhephase – am besten am Trockentag – gibt dem Körper die Möglichkeit zur intensiven Regeneration. Die Bewegung an den Trinktagen regt den Stoffwechsel an und sorgt für zusätzlichen Fettabbau.

Laut Stiftung Warentest lehnen leider viele Ärzte die  Schrothkur als gesundheitlich bedenklich ab, da es leicht zu einem Mangel an lebenswichtigen Eiweißen und Fettsäuren kommen kann. Naja, Wein und Bergluft … kann ja auch ganz nett sein!

(siehe auch www.oberstaufen.de)

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Gekackt von Britt am 18. September 2008 um 06:08 Uhr.
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Es wurden schon 3 Kommentare gekackt.

  1. Günter kackte am 18.09.2008 um 07:30 Uhr:

    Die Ärzte die Bedenken haben, haben vollkommen recht.
    Ich war vor einem Jahr noch übergewichtig, hatte Bluthochdruck, erhöhte Leberwerte. Irgendwelche Diäten sind zu einseitig.
    Ich bin einfach umgestiegen auf gesunde Ernährung und viel Bewegung (einfach aus dem Internet informiert). Seit einem dreiviertel Jahr bin ich dadurch auf meinem Idealgewicht, alle Werte in Ordnung, fühle mich seitdem pudelwohl und habe nicht die geringsten Beschwerden (bin 48 Jahre, 187 cm groß und 80 kg schwer)
    Gesunde Ernährung kann ich jedem nur weiterempfehlen (und dazu Bewegung nicht vergessen)
    …..und passend zum Kackblog: Die Verdauung und der Stuhlgang seitdem 1a

  2. Britt kackte am 18.09.2008 um 09:13 Uhr:

    Kompliment, dass Du das allein geschafft hast!!! Da gehört erstmal viel Disziplin dazu.

  3. Schwarzer Tee kackte am 01.02.2010 um 15:31 Uhr:

    Alles richtig so

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