Was ist ein Mongolenfleck?

Dreimal dürft Ihr raten, wo sich so ein Mongolenfleck befindet! Wenn wir das ganze thematisch eingrenzen, bleibt ja eigentlich nur was in der Steißgegend, oder?

Der Mongolenfleck (auch Sakralfleck, Steißfleck) bezeichnet ein unregelmäßiges bläuliches Muttermal meist am Rücken, Gesäß oder Kreuzbein eines Neugeborenen. Es ist eine bestimmte Unterart von so genannten Pigmentnävi. Diese harmlose Ansammlung von Pigmentzellen (Melanozyten) ist ein Überbleibsel der Embryonalentwicklung, denn die Melanozytenvorläufer (Melanoblasten) wandern aus einer Gewebeschicht des Neuralrohrs (aus dem später das Rückenmark entsteht) in die Haut ein. Das Geburtsmal verblasst bzw. verschwindet meist nach vier bis acht Jahren oder spätestens bis zur Pubertät.

Der Name Mongolenfleck leitet sich davon ab, dass bei über 99 % der Kinder von mongolider Herkunft (Japaner, Koreaner, Vietnamesen, Mongolen, Turkvölker, Indochinesen, Indianer, Inuit) das Mal auftritt. Nach der Schlacht auf den Katalaunischen Feldern 451 siedelten Attilas verwundete und versprengte Hunnen in Frankreich (Champagne) nahe dem Schlachtfeld. Der in dieser Region noch überdurchschnittlich oft anzutreffende Mongolenfleck wird auch Hunnenmal genannt. Der Mongolenfleck ist aber keine Eigenheit von (ost)asiatischen Ethnien, sein Auftreten beweist somit nicht unbedingt Abstammung von hypothetischen Ahnen.

Die Inzidenz des Mongolenflecks hängt stark von der generellen Pigmentierung der Haut ab (je dunkler, desto häufiger). Der Fleck tritt daher am seltensten bei hellhäutigen und hellhaarigen Kindern von so genannter “europider” Herkunft auf (unter 1 %). Bei Südosteuropäern und Osteuropäern scheint er nicht ganz selten zu sein (10-20 %), bei Schwarzafrikanern kommt er genauso oft wie bei Asiaten vor (über 99 %).

de.wikipedia.org/wiki/Mongolenfleck

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Gekackt von Britt am 8. Februar 2010 um 05:10 Uhr.
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Es wurden schon 8 Kommentare gekackt.

  1. rebhuhn kackte am 08.02.2010 um 11:44 Uhr:

    gut, daß ich jetzt endlich weiß, daß es bei ‘mongolen’ mongoLID heißt. das ist ja alles nicht so einfach.. :) .

  2. Dirk kackte am 08.02.2010 um 16:10 Uhr:

    @rebhuhn: Und wie nennt man das, wenn ein Mongole von seinem Augenlid singt? :?:

  3. rebhuhn kackte am 08.02.2010 um 19:10 Uhr:

    das knödelt bestimmt nur so vor sich hin, wenn die singen ^^ :P

  4. Dirk kackte am 08.02.2010 um 20:42 Uhr:

    Mongolides Augenlidlied. :mrgreen:

  5. rebhuhn kackte am 09.02.2010 um 01:00 Uhr:

    pöh.

  6. Andersreisender kackte am 09.02.2010 um 21:41 Uhr:

    Spannend – da habe ich heute wieder etwas dazu gelernt. Bleibt dieser Fleck dauerhaft dort oder verschwindet der wenn das Baby größer wird? Hab ech noch nie was davon gehört. :oops:

  7. Dirk kackte am 10.02.2010 um 10:42 Uhr:

    @Andersreisender: Der Fleck verschwindet mit der Zeit; spätestens bis zur Pubertät isser weg.

    In einem meiner Lieblingsfilme spielt solch ein Mongolenfleck eine wichtige Rolle: Der Hofnarr (orig. The Court Jester) mit dem grandiosen Danny Kaye. http://de.wikipedia.org/wiki/Der_Hofnarr
    Auch wenn in dem Film immer die Rede von einem Muttermal ist, sieht es doch sehr bläulich aus und ich denke, dass es ein Mongolenfleck ist.

    Hier Videos des genialen Zungenbrechers. :mrgreen:
    englisch: http://www.youtube.com/watch?v=LS75NtlH3gI
    deutsch: http://www.youtube.com/watch?v=urDg80bcMjo

  8. Andersreisender kackte am 11.02.2010 um 22:35 Uhr:

    Dirk, dankeschön für die ausführliche Aufklärung :mrgreen: Muss ich mir gleich einmal anschauen!

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