Warum muss man aufs Klo wenn es plätschert?
Überkommt Euch unwillkürlich das Gefühl mal zu müssen, sobald Ihr es irgendwo plätschern hört? Bei mir ist das so und bei den meisten anderen bestimmt auch, oder? Wieso also verbinden wir Plätschern und Pinkeln?
Eine Theorie geht davon aus, dass der Mensch konditioniert wurde. Das bedeutet, dass wir ein Verhaltensmuster erlernen, bei dem ein bestimmter Reiz eine bestimmte Reaktion hervorruft. Mit ca. zwei Jahren fangen wir an, die Windel gegen die Toilette zu tauschen. Und da hören wir dann das Plätschern – das ist der Reiz. Im Laufe der Jahre verbindet das Gehirn Plätschern und Pinkeln – das ist die Reaktion. Geräusch und Tätigkeit verschmelzen miteinander. Wenn wir es plätschern hören, denkt unser Gehirn automatisch ans Pinkeln und stellt sich darauf ein, indem es die Blase in Bereitschaft versetzt. Deshalb verspüren die meisten Menschen den Drang zu müssen auch wenn die Blase gar nicht voll ist.
Eine weitere Theorie liefert die Evolution. Für unsere Vor-Vor-Vorfahren war die Gefahr groß, von Raubtieren gefressen zu werden. Sie mussten geschickt im Verstecken sein und unauffällig durch die Gegend streifen. Uringeruch ist aber alles andere als unauffällig. Deswegen haben die Menschen vielleicht in Flüsse oder Seen gepinkelt, damit die Raubtiere ihre Fährte nicht aufnehmen konnten. Im Wasser verteilt sich der strenge Geruch natürlich schnell und so blieb man damals einfach länger am Leben. Diese Verhaltensweise könnte nach wie vor erhalten geblieben sein. Sie sagt uns: Da, wo es plätschert, kannst du ruhig dein Geschäft machen – da ist es sicher.
Aus Wissen macht Ah!
Gekackt von Britt am 29. August 2008 um 06:05 Uhr.
Stichworte: geräusche, pipi, psyche, verhalten, wasser






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