Tamagotchi-Kackhaufen

Erinnert Ihr Euch noch an die 1990er Jahre, als plötzlich aus Japan solche an eine Eiform erinnernde Plastikgeräte mit Monochrom-Bildschirm auftauchten, auf denen ein Kücken in einem betätschelt und geliebt werden wollte? Tamagotchis überschwemmten Deutschland und Eltern kauften ihren Kindern diese Teile, um ihnen so Verantwortungsbewusstsein beizubringen, ohne ein echtes Haustier anzuschaffen und später wieder im Tierheim abzugeben. Dummerweise wurden die Teile irgendwann in den Schulen verboten und die Eltern mussten die Kleinen während der Arbeit hüten. Soll ja keiner verrecken.

Ich hatte diesen Artikel ursprünglich ganz anders geschrieben, aber der lieben Jenny G. fiel ein, dass Tamagotchis auch kacken konnten. Und diese musste ebenfalls entfernt werden. Also fragten wir uns zu Recht, wie die Gotchi-Scheiße eigentlich aussah und nach langem Suchen wurden wir auf tamagotchi.de fündig – die Domain ist naheliegend, aber wir kamen irgendwie nicht drauf.

Das hier ist die Tamagotchi-Kacke. Ganz eindeutig zu erkennen (der dunkle Haufen rechts).

Quelle: tamagotchi.de/index2.html

Wie bereits angedeutet, wollte ich das Tamagotchi nur anreißen, um dann auf die Ende der 1990er auftauchenden Furbies zu kommen, die tausendmal nerviger waren (“Misch verstecke!“) und um die man sich ebenfalls intensiv kümmern musste. Heute gibt’s wieder die virtuelle Haustiere in Form der Nintendogs für den Nintendo DS. Und natürlich gibt es auch hiervon wieder Dutzende Varianten von Kümmer-Dich-um-mich-Spielzeugen anderer Trittbrettfahrer Hersteller.

Dabei gibt es bereits seit 2004 „Unko“. Eine japanisches Flashspiel, in dem man einen kleinen Kackhaufen pflegen, streicheln und die Fliegen vertreiben muss. Die Grafik orientiert sich am derzeit beliebten Retrostil und sollte von jeder Grafikkarte verkraftbar sein. Leider habe ich die Beschreibung und das Spiel-Menü nicht verstanden. Schade, das Spiel könnte vielleicht interessant sein. Download Unko

[via onipepper.de]
Und hier geht’s zur Original-Downloadseite

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