Studenten fordern Unisex-Toiletten an Berliner Universität
Martin B. machte uns auf einen Artikel bei zeit.de aufmerksam, in dem berichtet wird, dass drei Philosophiestudenten der Humboldt-Universität zu Berlin von der Universitätsleitung die Einführung von Unisex-Toiletten fordern. Demnach sollen zukünftig Frauen und Männer die gleichen Toiletten benutzen, mit jeweils getrennten Kabinen. Das sei eine ganz praktische Forderung. Immerhin existiere neben der Geschichtsbibliothek lediglich ein Herrenklo und ein Stockwerk darüber ein Damenklo. So könnte man sich das Treppensteigen sparen. Und die Idee soll auch zum Nachdenken über die Geschlechtertrennung anregen. Den Artikel findet Ihr hier: www.zeit.de/campus/2009/04/studieren-dwdd (Fabian Reinbold © DIE ZEIT, 10.06.2009 Nr. 04).
Ich möchte die Idee aufgreifen und fordere ebenfalls die Abschaffung der Geschlechtertrennung bei Sammelumkleidekabinen im Schwimmbad, in Modehäusern und in Discos (z.B. Lady’s Night).
Nein, mal im Ernst: Dort wo man sich entblößt oder sich eines Teiles seiner Kleidung entledigt, wird es intim und persönlich. Ich halte diese studentische Forderung für hirnrissig und deren mögliche Umsetzung für eine Verletzung der Grundrechte (Grundgesetz BRD, Artikel 1, Ziffer 1: “Die Würde des Menschen…”). Ich würde mich in meiner Würde verletzt fühlen. Aber immerhin ist es dem Trio gelungen, eine gewisse Medienpräsenz auf sich zu ziehen. Aber das reicht jetzt auch. Husch, husch, zurück in die Hörsäle.
Gekackt von Dirk am 28. Juli 2009 um 05:58 Uhr.
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Hmm, also wenn ich bei diversen Veranstaltungen mal wieder in einer Schlange vor dem Damenklo stehe während bei den Herren gähnende Leere herrscht, dann denke ich auch oft, dass Ally-McBeal-Toiletten doch etwas für sich haben …
Ich finde es sollten an jeder Universität oder Fachhochschule UNISEX-Toiletten sein. Schließlich sind wir Studenten und verrichten nur unsere Notdurft, ob männlein oder weiblein.
Zudem habe ich jedesmal das Problem, das ich z.B. auf der Mensa-Party auf die falsche Toilette gehe, weil es auf der anderen a) zu voll ist, b) zu dreckig und c) würden mir meine Freundinin dahin nicht folgen (Kausalität halt, wegen a & b) und jedesmal kommen dann die Türsteherinin und bitten mich höflich, das falsch gewählte Örtchen zu verlassen.
Ergo bin ich für UNISEX-Toiletten, denn die Studentinin haben sich darüber noch nie beschwert …
ich bin dafür, daß es nicht nur, aber _auch_ unisex-toiletten gibt. ob man dann da drauf geht oder man seine grundrechte in gefahr sieht, wäre dann jedem selbst überlassen.
Naja, es gibt ja an vielen Stellen schon Uni-Sex-Toiletten, die haben so ein Rollstuhl-Symbol!
@all: Ich sehe, dass das Thema polarisiert. Mal schauen, wie an der Uni in Berlin entschieden wird.
also ich fände es ehrlich gesagt nicht schlimm wenn es unisex Toilletten gibt. Die Studenten an der Berliner Uni wollen ja nicht das es dann keinerlei eEinzelkabinen gibt wo man dann die andern beim kacken sieht sondern sie wollen einfach einen Raum haben mit extra Kabinen wie es sie schon so gibt wo halt vorne an der Tür bloss Männlein UND Weiblein drauf sind. und wenn zb an den Autobahnraststätten grad einer der Toiletten gereinigt wird müssen diejenigen auch auf das lo des anderen Geschlecxhts ausweichen und niemand findet es schlimm. Wenn du im Damenklo bist siehst du ja auch nicht die andern Frauen wie sie die Hose runterlassen also kann da in der Nebenkabine genauso gut ein Mann sitzen und sein Geschäft verrichten.
mir würde es dabei vielmehr um das gefühl gehen. das gefühl, nicht zu wissen, ob ich beim kacken umgehemmt furzen kann, weil ich nicht weiß, ob eine frau oder ein mann nebenan sitzt.
nein, ich sehe das auch eher als schwierig an. ich mag diese behälter mit den gebrauchten damenbinden und tampons nicht neben mir stehen haben. andererseits möchte eine frau auch keinen furzenden mann hören. es geht nicht um das sehen, sondern um das fühlen.
ich [als frau ^^] mag die behälter auch nicht so gern – tja, shit happens
! … aber glaubst du wirklich, daß furzende männer anders klingen als furzende frauen??! doch wohl nicht im ernst
…
@rebhuhn: nein, ihr klingt genauso und durftet auch nicht nach rosenblüten. aber wie gesagt geht es mir nicht um den klang oder den geruch, sondern nur um das gefühl, nicht zu wissen, welches geschlecht außer mir noch in den kabinen verweilt. und wie soll das mit dem pissoir gehen? die lassen sich nicht immer so anbringen, dass sie beim gang zur kabine nicht seitlich einzublicken sind. da könnte frau tatsächlich einen blick erhaschen. das würde mich ebenfalls stören.
Ich finde, dass Kacken, also das Ablassen meiner Abfallstoffe und Exkremente, etwas sehr Intimes ist und ich möchte dabei lieber unter Gleichgeschlechtlichen in getrennten Kabinen hocken. Ich teile Chris’ Meinung vollkommen.
@Kris
ok, das mit dem gefühl verstehe ich. aber: meiner meinung nach gibt es in unisex-toiletten eben einfach keine pissoirs.
*huch?! tabubruch…
@Dirk
.
das hast du im post deutlich klar gemacht
Das würde den Stundenten so gefallen ;-)
Unisex-Toiletten an der Uni klingt zwar passend.
Ich wäre aber dennoch eher statt für Unisextoiletten für Gruppensextoiletten.
gibts doch schon!
naja, gut, zugeben: eher inoffiziell.
nee, ernsthaft:
halte ich auch für eine blöde idee. männer und frauen haben einfach ein unterschiedliches “kloverhalten” und dem sollte mit getrennten toiletten rechnung getragen werden.
das fängt schon damit an, dass man auf damentoiletten immer behälter für hygieneartikel vorhalten muss.
etwas “entspannter” seh ichs da auf volksfesten oder raststätten, wo das verhältnis der anzahl von herren- zu damentoiletten meist völlig unausgewogen ist und man als frau oft lange warten muss.
wenns dringend ist, dann soll die figur auf der tpr kein hindernis sein.
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