Vom schwäbischen Herrgottsscheisserle und Nonnenfürzle

Es muss schon eine ganze Weile her sein, als schwäbische Mönche während der Fastenzeit, in der sie kein Fleisch essen dürfen, auf die Idee kamen, dieses mit Spinat zu mischen und in Teigtaschen eingewickelt zu essen. Diese Füchse waren der Meinung, dass das Gott nicht sieht und so nannten sie dieses Gericht dann auch “Herrgottsscheisserle” (auch “Herrgottsbescheisserle”).

Ebenfalls in Schwaben gibt es das Schmalzgebäck “Nonnenfürzle” (auch “Nonnenfürzchen”). Jetzt erwartet man natürlich auch hierzu eine passende Geschichte und wer Fantasie hat, kommt da auf sehr lustige Gedanken. Aber leider geht die Bezeichnung auf das mittelniederdeutsche Wort “nunnekenfurt” zurück, das so viel heißt wie “von den Nonnen am besten zubereitet”. Traditionell werden Nonnenfürzle zur Fastnachtszeit gegessen. Bei uns in Mainz gibt’s dann immer Berliner, die wir aber Kreppel (von Krapfen) nennen. Lecker!


Gekackt von Dirk am 8. November 2009 um 06:23 Uhr.
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Mit Verlaub, Herr Präsident, Sie sind ein Arschloch!

“Mit Verlaub, Herr Präsident, Sie sind ein Arschloch!”, stellte der Abgeordnete Joschka Fischer am 18. Oktober 1984 fest, als er diesen Satz zum damaligen Bundestagsvizepräsidenten Richard Stücklen sagte. Genau 25 Jahre ist das jetzt her und ich finde, es ist höchste Zeit, dem wohl beliebtesten Schimpfwort im deutschen Sprachraum einen Beitrag im Kackblog zu widmen!

Im eigentlichen Sinne ist Arschloch einfach nur eine vulgäre Umschreibung für den After, auch als Rosette, Darmausgang oder Anus bekannt. Sie scheint eine anziehende, faszinierende Wirkung zu haben. Jeder sagt oder schreit ab und zu mal “Arschloch!”. Ich tue es im Durchschnitt mindestens zehnmal pro Tag. Das ist doch irgendwie schon völlig normal. In meinen Augen verliert das Wort durch den ständigen Gebrauch immer mehr an Kraft. Alles ist Arschloch.

arschlochchristian

Sogar in Literatur, Musik und Medien finden sich zahlreiche, familientaugliche Verwendungen:

  • das Arschloch-Kind von Michael Mittermeier
  • die Comicfigur Kleines Arschloch von Walter Moers
  • das Arschlochlied der Sportfreunde Stiller
  • Christians “Es ist geil ein Arschloch zu sein” Den ganzen Artikel lesen »

Gekackt von Britt am 18. Oktober 2009 um 05:48 Uhr.
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Wieso ist der Mittelfinger der böse Stinkefinger?

© Rolf van Melis / pixelio

© Rolf van Melis / pixelio

Die Redewendung vom Stinkefinger geht auf die Antike zurück. Die Römer nannten ihn digitus impudicus. Digitus ist der Finger. Impudicus heißt schamlos oder unverschämt. Es war also der “unverschämte Finger”, den die Tribune, Präfekten und Imperatoren in den Reichshimmel streckten.

Wer diese Geste dazu erfunden hat ist leider nicht bekannt. Es war wohl einfach eine beliebte Volksgeste, die wohl auch damit zu tun hat, dass die Konstellation aus ausgestrecktem Mittelfinger und den angewinkelten Nachbarfingern eine phalloide Anmutung hat. Dass der Finger schon damals ganz klar eine sexuell aufgeladene Bedeutung hatte, wird deutlich, wenn der römische Dichter Martial schreibt: Rideto multum, qui te, Sextille, cinaedum dixerit, et digitum porrigito medium. Lache jeden aus, Sextilus, der dich weibisch oder verweichlich genannt hat und strecke ihm den Mittelfinger entgegen.

Manche Quellen berichten auch davon, dass römische Strichjungen sich auf den Straßen zu erkennen gaben, indem sie den Mittelfinger in ihr Kopfhaar schoben. Kurz, der Mittelfinger hatte ganz klar damals schon eine anstößige Bedeutung, und das hat sich übers Mittelalter bis heute durchgezogen. Und wenn wir an Stefan Effenberg denken mit seinem Stinkefinger im Stadion von Dallas bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1994, dann hat er letztlich ein Stück römisches Kulturerbe aufleben lassen. Andere zitieren lateinische Verse – Effenberg zitiert römische Gesten.

via SWR – 1000 Antworten – Frag den Paal


Gekackt von Britt am 12. Oktober 2009 um 06:10 Uhr.
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Bullshit ist ein schönes Wort

bullshit

Wer flucht, gebraucht selten das Wort “Stierscheiße”, oder?

Bullshit dagegen klingt gut, das sagt der Mann von Welt. Warum er es eigentlich überhaupt tut, das weiß irgendwie keiner. Man könnte genausogut Lionscrap, Horseapple oder Hippopotamuspiss sagen. Das macht keiner, klar. Also BULLSHIT. Für eine globale Verständigung!

bullsht

No-Bullshit-Button über http://www.zazzle.co.uk


Gekackt von Britt am 30. September 2009 um 22:07 Uhr.
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Anus, die Sprache der Papua

papuadontpreach.blogspot.com

Foto Papua-Toilette: Adrian, papuadontpreach.blogspot.com

Heute ist Nationalfeiertag in Papua-Neuguinea und ich finde, das ist ein schöner Anlass, mal etwas über die etwa 800 Papuasprachen zu schreiben. Das heißt, alle kann ich jetzt natürlich nicht aufzählen. Aber eine: Anus. (Benannt nach einer beliebten Körperöffnung?)

Ich würde mir das gerne mal vor Ort anhören und wenn ich jemanden frage “Do you speak English”, als Antwort hören “Nö, Anus!” Man spricht Anus, aha.

Die große sprachliche Vielfalt des Landes ist wirklich irre. Jedes Inselchen hat scheinbar eine eigene Sprache. Das Anus-Inselchen liegt in der Sarmi-Jayapura Bay in West-Papua. Kleine Fischrboote auf türkisblauem Wasser, schneeweiße Sandstrände und selbstgebaute Klohütten prägen die Idylle. Und man spricht Anus. Anus gehört zu den aktiven Sprachen und wird von nur etwa 320 Menschen gesprochen. Den ganzen Artikel lesen »


Gekackt von Britt am 16. September 2009 um 05:43 Uhr.
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Kurz gekackt… Besser den Klodeckel runterklappen

Jürgen Bauer ist Mitbewohner einer schwäbischen Wohngemeinschaft und setzt alle Mittel ein, um dort für Recht und Ordnung zu sorgen.

© 2001-2008 Twentieth Century Fox Film Corporation / Imagine Entertainment

© 2001-2008 Twentieth Century Fox Film Corporation / Imagine Entertainment

24 auf Schwäbisch von dodokay
www.youtube.com/watch?v=p_jsW9TygsI
(aus rechtlichen Gründen kann das Video nicht eingebettet werden)


Gekackt von Dirk am 7. September 2009 um 19:07 Uhr.
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Defäkation und ein bisschen Fachsprache

Wer von Euch hat jemals das Wort “defäzieren” benutzt? Also, ehrlich gesagt, ich auch nicht. “Ich bin dann mal eben defäzieren”. Nee, das klingt zwar irgendwie gut, aber im alltäglichen Sprachgebrauch ist es eher unüblich. Jedem von uns fallen wahrscheinlich auf Anhieb mindestens 20 Synonyme ein, bevor wir nur einmal einen Fachbegriff benutzen.

Selbst in Wikipedia, das für jede noch so abseitige Fragestellung Erklärungen parat hält, gibt es keinen Eintrag für “defäzieren”. Das Substantiv dazu lautet übrigens Defäkation. Darin steckt auch wieder das lateinische faeces, das “Stuhl, Kot” bedeutet. Bei “Fäkalien” weiß ja jeder sofort, was gemeint ist.

Etwas geläufiger ist der Begriff “Flatulenz”. Das kommt von flatus, der lateinischen Bezeichnung für Blähung/Wind, die gleichzeitig die korrekte Benennung der Darmgase ist. Aha, wieder was dazugelernt!

Hier eine kleine Zusammenstellung von Fachbegriffen, mit denen man seine medizinisch ungebildeten Gesprächspartner beeindrucken kann:

  • Obstipation – Verstopfung
  • Diarrhoe – Durchfall
  • Indigestion – Verdauungsstörung
  • Rectum – Enddarm
  • Proktologe – Facharzt für Erkrankungen des Enddarms
  • Anus – After
  • Perianale Behaarung – Haare am After
  • Flatulenz – Blähung
  • Duodenum – Zwölffingerdarm
  • Defäkogramm – Untersuchung der Stuhlentleerung
  • Gastroenteritis – Magen-Darm-Grippe

Gekackt von Britt am 6. September 2009 um 06:10 Uhr.
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Wie sagt man: Wo ist die Toilette?

1349_woistdasklo

Toiletten finden im Urlaub ist nicht schwer, wenn Ihr ein paar Basis-Vokabeln beherrscht. So sagt man in …

  • Bulgarien: Къде е тоалетната?
  • China: 厕所在哪里?
  • Dänemark: Hvor er toiletterne?
  • Dubai: Ayna dawrat almiyah?
  • Finnland: Missä on vessa?
  • Frankreich: Où puis-je trouver des toilettes?
  • Italien: Dov’è la toilette?
  • Kroatien: Gdje je zahod?
  • Lettland: Kur atrodas tualete?
  • Niederlanden: Waar is het toilet?
  • Polen: Gdzie jest toaleta?
  • Portugal: Onde está o banheiro?
  • Rumänien: Unde éste toaleta?
  • Russland: Где туалет?
  • Schweden: Var är toaletten?
  • Spanien: Dónde es el servicio?
  • Thailand: Horng náhm yòo tee-nai?
  • Tschechien: Kde je záchod?
  • Türkei: Tuvalet nerede?
  • Ungarn: Hol van WC-vel? Den ganzen Artikel lesen »

Gekackt von Britt am 20. Juli 2009 um 06:23 Uhr.
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Kleine Lektion Österreichisch

Angeregt durch dixis Frage nach den österreichischen Kötteln hatte ich mich auf die Suche gemacht. Und wie es immer so ist, wenn ich einmal anfange zu suchen, kommt eins zum anderen und ich finde alles mögliche, was ich garnicht gesucht habe. Hier meine östereichischen Hightlights und deren Übersetzung ins Deutsche:

  • a Schas mit Quastln = kompletter Unsinn
  • Kacherl = Nachttopf
  • kagazen = husten
  • Kakarella = Durchfall
  • Oaschkreulen = in den Hintern kriechen
  • Kack-Stierln = Koproskopie (Kotuntersuchung)
  • Zapferl = Zäpfchen (anal)
  • Hendlfriedhof = dicker Bauch
  • Bäckerstern = “Bremsspur” in der Unterhose
  • Gatti = Unterhose
  • Häuselpapier = Klopapier
  • Arschkitzel = Hagebutte
  • Stockerlarsch = Knackarsch
  • Winterkerschn = Klabusterbeeren
  • Klobrettl = Klobrille
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Gekackt von Britt am 13. Juli 2009 um 05:47 Uhr.
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Kurz gekackt… Peinliche Übersetzung

Manchmal sollte man die Übersetzung einer Werbeanzeige besser den Profis überlassen. :mrgreen:

via engrishfunny.com

via engrishfunny.com

via engrishfunny.com/2009/05/09/engrish-discharge-refreshing/


Gekackt von Dirk am 27. Mai 2009 um 19:33 Uhr.
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