In meinem früheren Leben habe ich mich natürlich auch mit Toiletten beschäftigt. Fängt man einmal damit an, ist es sicher für die Ewigkeit. Damals, als man das Klo umgangssprachlich noch “Abort” nannte, hatte ich immer diese Schutzvorrichtungen benutzt. Das war 1919.

Es gab diese Klosettschutzdecken für Damen und Herren und sie konnten bei der Klofrau erworben werden. Ja ja, die guten alten Zeiten!


Gekackt von Britt am 29. Juli 2009 um 05:52 Uhr.
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Manchmal kommt man schon auf seltsame Gedanken…

Nachdem ich die halbe Nacht hockend vor der Toilette verbrachte (mein Magen war sehr verstimmt), gingen mir so einige Gedanken durch den Kopf. Da ich die meiste Zeit davon meine Kloschüssel vor Augen hatte, drehten sich meine Gedanken genau darum. Worum sonst?

Nun saß ich also vollkommen nüchtern in meinem Badezimmer und schaute mir das Essen des Vorabends an. Manch anderen kommt’s wegen übermäßigem Alkoholkonsums hoch. Wenn man jetzt aber viel Geld in solch ein oder Washlet investiert hat, deren Bedienung drahtlos per Fernbedienung oder Sensoren an der Seite der Schüssel läuft, sollte man dringlichst beim Kotzen darauf achten, nicht versehentlich den Fön – primär zum Trocknen des After gedacht – zu aktiviert.

Diese Vorstellung half meinem Magen übrigens sehr bei der Entleerung. Danach fühlte ich mich echt besser, konnte einige Stunden schlafen und kurz nach dem Aufwachen diese Gedanken hier niederschreiben. :idea:


Gekackt von Dirk am 28. März 2009 um 05:49 Uhr.
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Die Magen-Darm-Grippe, also gleichzeitig kacken und kotzen zu müssen, wird meist vom Campylobacter-Erreger ausgelöst. Im Jahr 2007 wurden an das zuständige Robert-Koch-Institut exakt 66.107 auf diesen Erreger zurückführbare Durchfallerkrankungen beim Menschen gemeldet. Damit war die Campylobacteriose im vergangenen Jahr die zweithäufigste Ursache für Durchfall. Auf Platz 1 lag die Norovirus-Infektion. (Quelle: Pressemitteilung Informationsdienst Wissenschaft vom 26.05.2008, idw-online.de)

Foto: Wikipedia, Photo Credit: Janice Carr, Content Providerss: CDC/ Dr. Patricia Fields, Dr. Collette Fitzgerald

Und genau dieser Campylobacter-Erreger wurde von japanischen Wissenschaftlern von der Japan Agency for Marine-Earth Science and Technology in Yokosuka in heißen Meeresquellen gefunden. Man hört und liest ja ab und zu von diesem tierisch heißen Schwefelquellen am Meeresgrund, in denen einige Bakterien leben. Eben jene Bakterien haben die Wissenschaftler mit den Durchfallbakterien vergleichen und deren Genome sind sich unglaublich ähnlich, was wiederum auf eine nahe Verwandtschaft schließen lässt. Den ganzen Artikel lesen »


Gekackt von Dirk am 4. Februar 2009 um 06:00 Uhr.
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Antibiotika, Psychopharmaka, Zytostatika – kranke Menschen schlucken viele Medikamente und müssen sie irgendwann auch wieder ausscheiden. Das heißt, dass das alles im Abwasser landet! Und selbst nach dem Durchlaufen einer Kläranlage sind Medikamente im Wasser nachweisbar, weil sie nicht biologisch abgebaut werden. Die Auswirkungen für die Umwelt sind enorm: Es wird vermutet, dass verweiblichte Fische, die nachlassende Wirkung von Antibiotika und abnehmende Spermienzahlen bei Männern auf diese Rückstände im Wasser zurückzuführen sind.

Arzneimittel und deren Rückstände in die Umwelt

Forscher des Fraunhofer-Instituts für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik und des Duisburger Instituts für Energie- und Umwelttechnik haben eine technische Anlage entwickelt, die die Abwässer der Krankenhäuser direkt behandelt und Schadstoffe erst gar nicht in die städtischen Wassernetze gelangen. Diese werden nämlich durch Medikamente, die Patienten beispielsweise während einer Chemotherapie erhalten, Den ganzen Artikel lesen »


Gekackt von Britt am 15. Dezember 2008 um 05:55 Uhr.
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Wer den Kackblog kennt, weiß, dass wir eigentlich nichts ekliges berichten. Okay, das liegt auch im Auge des Lesers, aber es könnte wesentlich ekliger sein, oder? Aber manchmal muss man den Tatsachen ins Auge sehen und heute ist einer dieser Tage. Ich verzichte auf Fotos und möchte nur ankündigen, dass heute ein medizinisches Thema kommt, das dem ein oder anderen den Magen verdrehen könnte.

Denn heute berichte ich von der Miserere. Das ist Latein für “erbarme dich” und wird oft auch Kopremesis genannt. Das wiederum ist griechisch und setzt sich aus κοπριά/kopriá für “Kot” und έμεσις/émesis für “Erbrechen” zusammen. Ja, richtig gelesen: Es geht um das sehr seltene Symptom des Koterbrechens oder auch Stuhlerbrechen genannt.

Dafür kann es in der Regel zwei Ursachen geben. Zum einen einen kompletten Darmverschluss (Ileus), bei dem sich der Kot im Dickdarm staut und eine natürliche Darmentleerung verhindert wird. Das kann durch Fremdkörper, sehr große Gallensteine oder einen Darmtumor hervorgerufen werden. Auch ein verdrehter oder abgeklemmter Darm als Folge eines Unfalls kann zum kompletten Darmverschluss führen. Auf jeden Fall ist das lebensbedrohlich und es muss umgehend ein chirurgischer Eingriff erfolgen. Den ganzen Artikel lesen »


Gekackt von Dirk am 6. Dezember 2008 um 06:07 Uhr.
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Mittendrin statt nur dabei! Gestern hatten wir die seltene Gelegenheit, einen Darm von innen kennenzulernen. Dirk und ich waren zu Gast in der endoskopischen Abteilung der Universitätsklinik Mainz, wo zur Zeit ein begehbares Darmmodell die Erkrankungsstadien des Darmkrebses zeigt.

Dirk im Darm, passenderweise braun gekleidet.

Der Darm von oben, das Modell ist ca. 8 m lang.

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Gekackt von Britt am 15. Oktober 2008 um 05:54 Uhr.
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Das Wissen über Inhaltsstoffe von Arzneipflanzen gehört auch heute noch zur Ausbildung von Pharmazeuten. Die Goethe-Universität Frankfurt hat sich für ihre Studenten und Besucher etwas tolles und anschauliches einfallen lassen: Einen botanischen Garten mit 160 Arzneipflanzen, geordnet nach Beschwerden. Auf dem Indikationsbeet “Durchfall” stehen zum Beispiel einige Rosengewächse – Agrimonia eupatoria (Odermennig), Alchemilla xanthochlora (Gelbgrüner Frauenmantel) und Potentilla anserina (Gänsefingerkraut) -, außerdem Bistorta officinalis (Schlangen-Wiesenknöterich), Glechoma hederacea (Gundelrebe), Marrubium vulgare (Andorn) und Quercus robur (Stieleiche). Den ganzen Artikel lesen »


Gekackt von Britt am 8. Oktober 2008 um 05:43 Uhr.
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Tipps gegen Reisedurchfall

Inzwischen müssten ja überall im Lande die Sommerferien begonnen haben und wir möchten Euch natürlich für ferne Reisen wappnen! Ich hänge zur Zeit in Thailand rum und lasse es mir gutgehen :-) Durchfallfrei und gut gelaunt.

Wie Ihr wisst, muss zuerst die in Gang gesetzt werden, damit Bakterien fiesen Durchfall auslösen können. Damit das nicht passiert, hier ein paar Tipps:

  • Vermeide es, beim Duschen und Schwimmen Wasser zu schlucken.
  • Putze in Hotels Deine Zähne immer mit Mineralwasser.
  • Trinke nur abgekochtes Leitungswasser (Kaffee und Tee sind okay).
  • Meide Verpackungen mit großen Preisschildern über dem Verschluss (sie könnten Manipulationen kaschieren).
  • Verzichte auf Eiswürfel, rohes Fleisch und rohen Fisch.
  • Iss nur Obst, das Du selbst geschält hast.
  • Vorsicht bei Wassermelonen (sie werden oft mit Leitungswasser künstlich schwerer gemacht, dann bringen sie mehr Geld auf dem Markt).
  • Meide Hotelbüffets, die lange warm gehalten werden.
  • Achte auf die Hygiene Deiner Hände und verzichte auf bereits benutzte Handtücher.

Wirst Du trotzdem krank: viel trinken, am besten Wasser (pro Liter mit 40 Gramm Zucker, einem Teelöffel Salz und einem halbem Teelöffel Backpulver versetzt). Auch eine kräftige Brühe macht den Elektrolyt-Verlust wieder wett.

Wir wünschen schöne Ferien, viel Sonne, Sand und Spaß!

(Quelle: Geo Saison 4/2005)


Gekackt von Britt am 21. Juli 2008 um 04:42 Uhr.
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Als ich Ende Mai den Kack-Beitrag schrieb und damals auch auf Neris Gewinnspiel hinwies, nahm ich natürlich gleichzeitig auch daran teil. Als Gewinn winkte eine übergroße Plüsch-Salmonelle. Immerhin sind Salmonellen oft der Grund für ungewollte und ausgiebige Kack-Sessions. Da musste ich ja mitmachen. Also beim Gewinnspiel. ;-)

Und vergangene Woche benachrichtigte mich Neri, dass ich gewonnen habe. *freu* Und nicht aus Gefälligkeit oder weil unser Blog so toll zum Gewinn passt, sondern er hat tatsächlich das Los entscheiden lassen. Und das Los mochte den Kackblog! Jedenfalls kam am Montag ein Päckchen mit infektiös-plüschigem Inhalt. Toll! Weil Britt den weiblichen Part unseres Blogs inne hat (das hängt vermutlich daran, dass sie weiblich ist), schenkte ich ihr Sabine. Ich mag Alliterationen und deswegen nannte ich sie Sabine Salmonelle.

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Gekackt von Dirk am 9. Juli 2008 um 06:11 Uhr.
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Die fäkal-orale Infektionskette

Zur bevorstehenden Ferienzeit sind sie wieder hochaktuell: Durchfallerkrankungen auf Reisen, besonders in tropische Gefilde. Manch einer wittert überall Ansteckungsgefahr: zieht Handschuhe an, sobald er das Hotel verlässt, wischt das Besteck mit Feuchttüchern ab, desinfiziert die Hände. Völlig überflüssig, sagen Tropenmediziner. Auch schmutzige Toiletten muss man nicht unbedingt reinigen, sie sind nur ein ästhetisches Problem. Schließlich können Keime nicht durch die intakte Haut dringen. Auf einer gesunden, scheinbar sauberen Haut leben Abermillionen von Bakterien. Diese Schicht aus Keimen bekämpft die gefährlichen Erreger, mit denen die Haut in Berührung kommt.

Durchfall erzeugende Keime machen uns erst krank, wenn die so genannte “fäkal-orale Infektionskette” in Gang gesetzt wird. Meistens dadurch, dass Darmbakterien durch schlechte oder fehlende Kanalisation ins Trinkwasser und darüber auch ins Essen geraten. Den ganzen Artikel lesen »


Gekackt von Britt am 12. Juni 2008 um 05:26 Uhr.
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