Ihr kennt doch Blattgold. Diese extrem dünnen Blättchen aus echtem Gold, mit denen alles mögliche hochwertig verziert wird. Um Blattgold herzustellen braucht man ganz feine Trennblätter und das ideale Material dafür ist die so genannte Goldschlägerhaut. Die Goldschlägerhaut (Darmserosa) – und jetzt bekomme ich die Kurve zum Kackblog – wird aus der äußersten Hautschicht vom Blinddarm eines Rindes hergestellt. Nach dem Spannen und Trocknen ist diese Haut nur 0,05-0,1 mm dick und sie verhindert, dass die Goldblättchen aneinander kleben.

Anfang des 20. Jahrhunderts fand man noch andere Verwendung für die Goldschlägerhaut: In der angehenden Luftschifffahrt. Gummierter Stoff wurde schnell brüchig und neigte zu statischer Aufladung, also wurden die Gaszellen aus Goldschlägerhäuten genäht, die in bis zu sieben Lagen auf eine Trägerschicht aus Stoff aufgebracht wurden. Für eine Gaszelle wurden die Blinddarmhäute von rund 50.000 Rindern benötigt. Eine extrem aufwändige Prozedur.

Heute werden für die Luftfahrt natürlich synthetische Stoffe verwendet und auch beim Blattgoldschlagen haben sich andere Techniken gefunden.

via Willis Besserwisserseite, Newsletter 3909


Gekackt von Dirk am 27. September 2009 um 06:43 Uhr.
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Bild: www.kevinvanaelst.com

Verklebt ein verschluckter Kaugummi eigentlich den Magen? In meiner Kinderzeit musste ich mir allerlei Blödsinn anhören: Pass auf, ein Kaugummi bleibt sieben Jahre lang im Magen! Oder: Wasser und zuviel Eis macht Läuse im Bauch! Pahh, alles Quatsch! Inzwischen kenne ich Menschen, die jeden Tag mindestens fünf Kaugummis runterschlucken. Mit Absicht. Und die leben immer noch, obwohl sich da theoretisch in den letzten sieben Jahren einiges angesammelt haben dürfte.

Mit dem verschluckten Kaugummi verhält es sich nämlich genau so wie mit anderen unverdaulichen Dingen. Den ganzen Artikel lesen »


Gekackt von Britt am 9. August 2009 um 07:26 Uhr.
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Weil in den letzten Tagen vermehrt Anfragen kamen, warum auf Toilettenschildern oft die Ziffernfolge “00″ benutzt wird, leisten wir an dieser Stelle nochmal Aufklärungsarbeit.

Im 19. Jahrhundert begann man durch die Erfindung des Aufzugs größere Hotels mit mehreren Etagen zu bauen. Die Toiletten befanden sich üblicherweise im Erdgeschoss in der Nähe des Treppenhauses. Und im Erdgeschoss begann nun auch mit 01, 02, 03 usw. die Durchnummerierung der Zimmer. Um die Toilette in diese Nummerierung einzuschließen, bekam diese die zweistellige Nummer 00.

Übrigens entspricht der europäische 1. Stock dem amerikanischen Erdgeschoss. Wir beginnen quasi bei der Nummerierung mit der 0. Etage und in Amerika ist das der First Floor. Daraus schlussfolgern wir, dass die Bezeichnung “00″ eine europäische Erfindung ist.


Gekackt von Dirk am 17. April 2009 um 06:19 Uhr.
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Der iPod Apple hat auf den ersten Blick mit dem täglichen Stuhlgang wenig bis gar nichts zu tun. Nun gut, der ein oder andere nutzt die Zeit zum Musikhören und bestimmt wird die nächste Generation des iPod Touch den Zuckergehalt unseres Stuhls messen können. Aber das meine ich gar nicht. Die Verbindung vom Kacken zu Apple ist schon immer da gewesen. Es weiß nur keiner. Oder jedenfalls hat es bisher keiner erwähnt. Es ist eigentlich auch vollkommen unwichtig. Soll ich überhaupt weiter darüber schreiben? Ich mache es auch kurz.


WC-Klebefolie “Pott Spot”,

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Gekackt von Dirk am 24. Oktober 2008 um 06:28 Uhr.
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Habt Ihr schonmal vom Bumsinchen gehört? Nein? Ich auch nicht, bis ich bei meinen wilden Recherchen für den Kackblog nun auch darauf stieß. Ratet mal. Aber nicht im Internet suchen! Man findet es auf fast jeder Toilette, wobei ich mit Toilette die Räumlichkeit an sich meine. Also im Badezimmer, im Gästeklo usw. Bumsinchen findet man meist an der Wand, manchmal aber auch am Boden. Mein Bumsinchen befindet sich an der Badewanne. Und jetzt ratet mal. Den ganzen Artikel lesen »


Gekackt von Dirk am 9. Oktober 2008 um 05:44 Uhr.
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Die Flensburger Sünderkartei des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) kennt vermutlich jeder Autofahrer. Ich kenne sie auch. Und sie kennt mich. Leider.
Im KBA laufen alle Datenströme über Verstöße im Straßenverkehr, aber auch über in Deutschland zugelassene Fahrzeuge und Führerscheine zusammen. Gerichte und Bußgeldbehörden teilen mit, wer in Flensburg eingetragen und bepunktet wird und vieles mehr. Die Daten kommen via Datenfernübertragung an, werden verarbeitet und stehen zur Auskunftserteilung bereit. Pro Jahr werden rund 70 Millionen Auskünfte erteilt.


Doch wo lässt der Datengigant des Nordens seine nicht mehr benötigten Akten? … Ihr könnt es Euch jetzt bestimmt schon denken … Den ganzen Artikel lesen »


Gekackt von Britt am 16. August 2008 um 05:50 Uhr.
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Mit Sicherheit nicht. Aber wo es doch schon Analen heißt, hat das etwas mit dem After, dem Rektum, dem Anus, der Kimme, der Nougatfalte, dem Mokkatempel, der Ritze oder dem Gesäßloch zu tun? Nein, natürlich nicht! Denn es heißt ja korrekterweise auch Annale. Das ist der Mehrzahl von Annal und bezeichnet die chronologische Aufzeichnung wichtiger Begebenheiten und Ereignisse eines Jahres.


Foto: Annalen der Physik, Band 17, Leipzig 1905, © www.ncsa.uiuc.edu

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Gekackt von Dirk am 5. Juni 2008 um 06:30 Uhr.
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Im schottischen Edinburgh liefen Ende des 18. Jahrhunderts Männer mit zwei großen Eimern, die sie unter ärmellosen Mänteln (Pellerinen) mit einem Schulterholz trugen, durch die Straßen und riefen “Who wants me for a bawbee?” (zu deutsch: “Wer benötigt mich für ein großes Geschäft?”). Grund für diesen Ausruf war, dass sich Leute in Eile unter diese Mäntel auf einen der Eimer setzen und dort ihr großes und kleines Geschäft verrichten konnten.

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Gekackt von Dirk am 20. April 2008 um 06:11 Uhr.
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Ich hatte es schonmal im Beitrag angerissen, wie Astronauten auf ihrem Weltraumtrip kacken. Dank Ralph weiß ich nun aber wirklich, wie es geht, da oben im Weltall.

Die Jungs da oben haben in der Raumstation ja nicht ihre Raumanzüge an, sondern eher legere Kleidung. Trotzdem bleibt noch die Schwerelosigkeit, die jede noch so dicke Wurst aus der Schüssel schweben lassen würde. Die Toilette an sich kann man ein bisschen sogar als solche erkennen. Etwas futuristischer als unser Heimabort, aber nicht wie vermutet mit vielen kleinen Knöpfchen und Lämpchen, sondern eher etwas spartanisch. Aber erstmal müssen sich die Weltraumjungs mit Fixierhebeln anschnallen, damit sie sich nicht mit beiden Händen an der Schüssel festhalten müssen. Das gäbe beim Abwischen einige Probleme.


Klo auf der MIR, Foto: © Michael Köberl, raumfahrtmuseum.at

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Gekackt von Dirk am 6. April 2008 um 09:32 Uhr.
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Kennt Ihr das Sprichwort “Geld stinkt nicht”? Das heißt so viel wie auch unrechtmäßig oder auf unmoralischem Wege erworbenes Geld erfüllt seinen Zweck. Aber woher kommt dieses Sprichwort und was hat es mit Kacke zu tun?

Von dem römischen Kaiser Vespasian (9-79 n.Chr.) wird überliefert, dass er von seinem Sohn getadelt worden sei, weil er die römischen Bedürfnisanstalten mit einer Steuer belegt hatte. Der wollte also von den Leuten Geld fürs Kacken. Darauf habe der Kaiser seinem Sohn das so eingenommene Geld unter die Nase gehalten und ihn gefragt, ob es streng rieche, was Sohnemann verneinen musste. Die lateinische Feststellung non olet (es stinkt nicht) ist der Ausgangspunkt der uns heute geläufigen Redensart.

Quelle: Newsletter der Duden-Sprachberatung vom 07.03.2008


Gekackt von Dirk am 23. März 2008 um 09:37 Uhr.
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