Als vor über 100 Jahre das Gerücht aufkam, der Kot des Dalai Lama habe heilende Eigenschaften, ließ man Proben dieses Kots im Interesse der Wissenschaft analysieren. Etwas Bemerkenswertes konnte nicht gefunden werden.

Jahrhundertelang haben Exkremente in vielen Religionen eine wichtige Rolle gespielt, und in manchen Kulturen haben sie heute noch eine zeremonielle Bedeutung. Die Azteken stellten ihren Gott der Fleischeslust als menschliche Exkremente verzehrendes Wesen dar, manche Hindus essen Kuhdung als Buße für ihre Sünden. Aborigines im Süden Australiens bestreichen sich zm Zeichen der Trauer mit Tierkot. Nicht alle religiösen Gruppen teilen sich jedoch diese Vorliebe für Kot. Fromme Juden zum Beispiel dürfen weder beten noch die Schriften studieren, wenn sie Stuhldrang verspüren.


Gekackt von Britt am 26. Januar 2010 um 19:09 Uhr.
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Gänse gehören nicht zu meinen Lieblingstieren! Ich mag Vögel allgemein nicht besonders und gehe ihnen am liebsten aus dem Weg, was nicht schwer ist, da ich selten irgendwo rumfliege. Würde ich in Rochester im US-Bundestaat Minnesota leben, müsste ich mich jeden Winter mit ungefähr 30.000 kanadischen Wildgänsen arrangieren, die dort im einzigen nicht gefrorenen See ihre Zeit verbringen. Die “Canada Goose” ist überall und sogar zum Symbol der Stadt geworden.

Im Jahr 1983 war Gary Blum, ein braver Bürger der Stadt, auf der Suche nach einem besonderen Abschiedsgeschenk für ein befreundetes Paar, das Rochester verließ. Die Frau des Paares mochte die Gänse auch nicht und so kam Gary auf die sehr taktvolle Idee, Gänsekot zu sammeln, ihn zu trocknen und aus dem gewonnenen Pulver Bilder zu malen. Das Geschenkbild war ein echter Erfolg und hängt heute noch in New York.

Gary malte weiter an seinen kleinen Bilder und wurde ein bisschen berühmt. Er war damals bekannt in Funk und Fernsehen und auch die Presse in den USA und Kanada bejubelte ihn. Eine großartige Geschichte, die wieder einmal beweist: Kacke ist wertvoll und vielseitig! Sogar die von Vögeln.


Gekackt von Britt am 5. November 2009 um 06:40 Uhr.
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Karten, Kaffeesatz, Hühnchenknochen… ich glaube, es gibt nichts, woraus nicht irgendwer irgendetwas herauslesen kann. Vieles davon halte ich für Humbug. Einiges macht mich wirklich stutzig, aber ich hinterfrage es nicht. Ich mag es irgendwie, wenn eine gewisse Mystik vorhanden bleibt. So auch bei Shitonia Exkrementa, die von sich selbst sagt, dass sie “die erste, die allererste, die aller-aller-erste im gesamten Weltraum [ist], die exakte Aussagen darüber treffen kann, wann jemand auf die Toilette gehen muss und was Ihre Exkremente über Sie verraten. Ob Vergangenheit, Gegenwart oder Zukunft, in Ihrer Schei.. steht alles geschrieben, was Sie wissen müssen.”

Beachtlich und ziemlich von sich selbst überzeugt. Ihre Fähigkeiten sind angeboren und nicht gelernt. Sie ist wissenschaftlich geprüfte und anerkannte Ausscheidungspsychoanalytikerin mit Fachdiplom “Doctor of Human and Animal Excrement Translation”, das sie an der University of shit and urine in Abdomenvillage erhalten hat. Na, mit solch einem Titel kann ja nichts schief gehen. Ich bin sehr beeindruckt.

Und sie kann nicht nur aus menschlichen Exkrementen lesen, sondern auch aus denen von Tieren. Aber lest am besten selbst:
blog.ebook-insel.de/2009/03/31/ausscheidungspsychoanalytikerin-shitonia-exkrementa-wirbt-um-kundschaft/

Danke an Ulf für den Hinweis!


Gekackt von Dirk am 29. April 2009 um 06:06 Uhr.
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Guano: Aus Scheiße wurde Gold

Guano war Mitte des 19. Jahrhunderts neben Zucker, Rum, Baumwolle, Tabak und Indigo eines der bedeutensten Importgüter der industriellen Länder Europas. Dabei wurde Guano sowohl als Dünger in der Landwirtschaft (weil sehr stickstoff- und phosphorsäurehaltig) als auch zur Sprengstoffherstellung verwendet. Aber was ist an Guano so besonders, dass es im Kackblog Erwähnung findet? Ganz einfach: Guano besteht hauptsächlich aus den Exkrementen von Seevögeln wie Pinguinen, Pelikanen und Kormoranen (deshalb auch Guanokormoran). Gefördert wurde er in Peru, Chile, Bolivien, den pazifischen Inseln und in Westafrika. Also in regenarmen Regionen, in denen der Vogelkot liegen blieb und über viele Jahrhunderte zu riesigen Vorkommen anwuchs.


[gemeinfreies Bild ohne Urheberrecht]

Ein Vogel alleine kotet täglich nur ca. 43 Gramm. Bei großen Vogelkolonien mit 20 Millionen Vögeln kommt da aber einiges zusammen. Auf den Pinguininseln Namibias wurden in den 1840er bis in die 1930er Jahre mehrere Tonnen Guano jährlich abgebaut. Dabei kann auf Inseln mit vielen Vögeln die Guanoschicht sehr dick werden. 1844 fand man auf der Insel Ichaboe (Namibia) eine Schicht von 9 bis 12 Metern Dicke. Kein Wunder, dass da einigen Geschäftsleuten die Augen leuchteten und die wirtschaftliche Ausbeutung ihren Lauf nahm. Alleine auf Ichaboe wurden innerhalb eines Jahres rund 300.000 Tonnen Guano abgebaut. Wiedermal ein Beispiel, wie geldgierige Geschäftsleute aus Scheiße Gold machten.

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Gekackt von Dirk am 6. November 2008 um 06:18 Uhr.
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Andere Kontinente, andere Tiere. In Asien gibt es die sehr seltene Kackschnecke (Gastropoda Caca), die von Tierforschern bislang unerforscht ist. Es ist nur bekannt, dass sie sich als Exkrement tarnt und so unbehelligt wochenlang an einem Platz verbringen kann. Aus Drüsen an ihrem Kopfende gibt sie übelriechende Gase ab, die die optische Tarnung noch unterstreichen. Trotzdem ist es mir nach langer Suche gelungen, in Bang Nam Chut eine Aufnahme der Kackschnecke zu machen.

Der Rollerfahrer im Hintergrund wittert bereits das Geschäft seines Lebens. Vermutlich würde er die Schnecke an das nächste Delikatessenrestaurant verkaufen. Ich habe sie natürlich beim nächsten Zoo abgeliefert!


Gekackt von Britt am 25. Oktober 2008 um 05:52 Uhr.
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Die Dokumentationsreihe “Abenteuer Leben” von kabel eins bietet glücklicherweise bereits gesendete Beiträge auch online als Video an. Glücklicherweise deshalb, weil wir uns so eine wirklich sehr interessante Serie bestehend aus drei Beiträgen noch einmal ansehen können. Die Folgen wurden im Juli 2008 ausgestrahlt.
[Leider hat kabel eins die Videos inzwischen aus der Mediadatenbank entfernt. :? ]

Die Jobs mit dem Geschäft


In dieser Folge werden die Top 7 der skurrilsten Jobs mit dem Geschäft vorgestellt. Ob Kloartikel-Vertreter, Undercover-Klotester, Klopapier-Forscher, Klomann, Klo-Erfinder, Autobahnklo-Kommando oder Fäkalientaucher. Einige davon hatten wir auch schon in unserer Serie Kackschicht beschrieben. Den ganzen Artikel lesen »


Gekackt von Dirk am 19. Juli 2008 um 06:39 Uhr.
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Wenn jemand erzählt, er sei Taucher, denkt man doch sofort an Urlaub, bunte Fischschwärme und Korallenriffe, die in glasklarem Wasser durchschwommen werden. Nun gibt es aber auch Berufstaucher, die damit ihr Geld verdienen und nicht vom Tourismus in der Karabik leben. Berufstaucher kommen u.a. in Klärwerken und Faultürmen zum Einsatz, wenn dort die Anlagen repariert, saniert oder untersucht werden müssen.


Foto: www.berufstaucher-bayern.de

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Gekackt von Dirk am 1. Juni 2008 um 06:24 Uhr.
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Der Sommer ist endlich da und wir haben zwei tolle Dinge zu verkünden. Zum einen startet der Juni grandios mit der dreiteiligen TV-Dokumentationsreihe “Die wunderbare Welt der Exkremente” (Frankreich, 2007) auf Arte. Wir kennen die Reihe noch nicht und sind sehr gespannt. Bei dem, was ich heute so darüber gelesen habe, kam mir sehr viel schon aus dem Kackblog bekannt vor.

Folge 1 “Das große Geschäft”
Montag, 2. Juni, 19:00-19:45 Uhr

Folge 2 “Geschichten vom stillen Örtchen”
Dienstag, 3. Juni, 19:00-19:45 Uhr

Folge 3 “Von Kuhfladen und Elefantendung”
Mittwoch, 4. Juni, 19:00-19:45 Uhr

Vielen Dank an unsere aufmerksame Leserin Beatrix E. für diesen Hinweis!

Und zum anderen wurde uns gestern mitgeteilt, das unser Logo von einer wirklich renommierten Jury zum Blog-Logo (kurz BLOGO) des gekürt wurde. Das ehrt uns wirklich sehr und wir sind furchtbar stolz darauf. Immerhin hatte unser Kackblog-Logo – wir nennen es einfach nur die Kackwurst – mit 187 Mitbewerbern zu kämpfen und scheinbar fiel es in der Masse irgendwie auf.

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Gekackt von Dirk am 29. Mai 2008 um 06:19 Uhr.
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Sturz vom Balkon wegen Kackhaufen überlebt

Wem ist das noch nicht passiert: Man spaziert nichtsahnend durch die Stadt und plötzlich rutscht man mit einem Fuß auf etwas weichem aus. Schön in Hundekacke getreten und seitlich der Sohle am besten noch nach oben verschmiert. Ist mir und es hat mich sehr geärgert. Eine chinesische Frau hingegen hat sich sogar sehr gefreut, als sie in einen Scheißhaufen gefallen ist. Die Riesenpfütze aus Exkrementen rette ihr nämlich das Leben.

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Gekackt von Dirk am 14. Februar 2008 um 22:17 Uhr.
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Kürzlich berichtete ich von Piero Manzoni und seinem Konzept “Merda d’Artista”. Aber Manzoni ist nicht der einzige Konzeptkünstler, der sich mit Fäkalien beschäftigt. Dem belgischen Künstler Wim Delvoye ist es nach langjähriger Forschungsarbeit und der Hilfe von Wissenschaftlern gelungen, eine Maschine zu bauen, die den menschlichen Verdauungsvorgang perfekt simuliert und Exkremente produziert, die visuell von menschlichen nicht zu unterscheiden sind. Die Maschine heißt passender Weise “Cloaca” und hat auch eine ansehnliche Internetseite (Link am Ende des Beitrags).

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Gekackt von Dirk am 3. Februar 2008 um 19:32 Uhr.
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