Scheißtage

Ich hatte diese Woche irgendwie nur Scheißtage. Stuhlgangmäßig ist alles in bester Ordnung, aber beruflich und privat ist’s gerade nicht so. Ich fühle mich wie der kleine Elefant.

Ach, wenn ich mir das Foto so anschaue, fühle ich mich eigentlich doch nicht so scheiße. :?


Gekackt von Dirk am 6. November 2010 um 05:43 Uhr.
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Von Hottentotten, Schönheitsidealen und Freakshows

Jede Gesellschaft und jede Epoche hat ihre eigenen Schönheitsideale. Einige können wir aus der heutigen Sicht nachvollziehen, andere erscheinen uns fremd und komisch. Was diese Einleitung soll? Nunja, ich möchte damit das Schönheitsbild des Volkes der Khoi Khoi vorstellen, die im südwestlichen Afrika während der sogenannten Kolonialzeit lebten. Die Khoi Khois wurden von den Holländern diskriminierend als auch Hottentotten (“Stotterer”) bezeichnet, was vermutlich an deren Sprache mit Klick- und Schnalzlauten lag.

Ein unter den Frauen der Khoi Khoi verbreitetes Phänomen ist die Steatopygie. Das ist die Bezeichnung eines anthropologischen Merkmals, das das Auftreten eines mächtigen Gesäßes bei Frauen beschreibt, verbunden mit einer starken Krümmung der Wirbelsäule nach innen, also in die Bauchhöhle hinein. Das ausufernde Hinterteil der Damen ist aber keine Fettansammlung, sondern der sich stark entwickelte Oberschenkel. Es handelt sich also um Muskeln.

Bei den Khoi Khois galten Frauen mit besonders mächtigem Gesäß als Schönheitsideal.

links: Illustration aus "Polish Orgelbrand's Encyclopedy" (1900); Mitte: Zeichnung unbekannter Herkunft; rechts: Fotografie unbekannter Herkunft

Als Hottentot-Venus (französisch Vénus hottentote) gelangte Sarah Baartman (* etwa 1789; † 29. Dezember 1815) in Europa zu großem Ruhm. Sie gehörte den Khoi Khoi an und arbeitete Anfang des 19. Jahrhunderts als Hausmädchen eines Buren in Südafrika, bis sie nach Europa gebracht und dort wegen ihres extrem gut entwickelten Gesäßes als Hottentot-Venus in einer Wanderausstellung ausgestellt wurde. Laut eigener Aussage tat sie das freiwillig und war mit der Freakshow freier, als in ihrem Leben in Südafrika.

links: Sarah Baartman; rechts: Karikatur

links: Sarah Baartman; rechts: Karikatur

Später in Paris stellte sie sich als Wissenschaftsobjekt zur Verfügung und als sie dort an einer Lungenentzündung verstarb, wurde ein Gipsabdruck ihres Körper angefertigt und zusammen mit ihrem Skelett im Muséum national d’histoire naturelle (heute Musée de l’Homme) ausgestellt.

Lange forderte der südafrikanische Präsident Nelson Mandela die Herausgabe der sterblichen Überreste von Sarah Baartman. Im Jahr 2002 wurden sie endlich aus Paris überführt und Sarah wurde feierlich in ihrer Heimat beigesetzt. Der Gipsabdruck der Vénus hottentote ist weiterhin im Musée de l’Homme ausgestellt.


Gekackt von Dirk am 18. Oktober 2010 um 07:02 Uhr.
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Kacke als Baumaterial

Dämmend, knetbar und äußerst vielseitig – Kacke ist eigentlich der ideale Baustoff, der noch dazu völlig kostenfrei ständig nachproduziert wird! Die Tierwelt macht es uns vor: Zum Beispiel die Termiten. Sie bauen riesige Türme aus zerkautem Holz, Speichel und ihren Exkrementen (auf den menschlichen Maßstab übertragen wären die Türme 2 km hoch)!

Auch wir Menschlein bauen seit Jahrhunderten mit Kacke, wenn auch weniger mit unserer eigenen. Japaner setzen Dung im Straßenbau ein und Afghanen bauen Mauern aus Kamelkacke, Schlamm und Stroh.

Massaihütten in der Nähe des Ngorongoro-Kraters, Tansania.

Massaihütten in der Nähe des Ngorongoro-Kraters, Tansania.

Als ich vor ein paar Jahren während einer Afrikareise die Gelegenheit hatte, ein Massai-Dorf zu besuchen, ahnte ich noch nicht, aus welchem Material die einfachen Hütten errichtet waren. Dort drinnen habe ich mich zuächst etwas unwohl gefühlt, was aber ganz sicher nicht am Geruch lag. Es war wohl eher die Tatsache, dass die Bauwerke – da fensterlos – im Inneren düster und recht schlecht belüftet waren. Ihr könnt Euch sicher schon denken, was jetzt kommt? Klar, die Massai bauen die Hütten aus Exkrementen!

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Gekackt von Britt am 29. August 2009 um 06:16 Uhr.
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Mit 1 Million Dollar den Hintern abputzen

Oft sind die Überschriften unserer Artikel übertrieben, aber diese hier ist wörtlich zu nehmen. Im afrikanischen Binnenstaat Simbabwe nämlich treibt die Inflation die Preise hoch. Innerhalb von wenigen Tagen verdoppeln sich diese und zur Zeit werden 1-Trillion-Simbabwe-Dollar-Noten gedruckt (100.000.000.000.000 ZWR), deren Wert denen eines Simbabwe-Dollars (umgangssprachlich “Zimdollar”) vor einem Jahr entsprechen. Zimbabwe ist quasi derzeit das Land mit den meisten Milliardären.

100.000.000.000.000 Zimbabwe-Dollar

Da eine alte 1-Million-Simbabwe-Dollar-Note de facto nichts mehr wert ist, verwerten die Menschen diese eben anders. Zum Beispiel zum Feuermachen oder eben auch zum Hinternabputzen. Das legt aber wiederum das Sanitärsystem der wenigen öffentlichen Toiletten in der Hauptstadt Harare total lahm. Normales Toilettenpapier wird von Wasser zersetzt und in Kläranlagen gefiltert. Das Notenpapier hingegen wird nicht zersetzt und verklumpt stattdessen. Die Folge sind vollkommen verstopfte Rohre und nicht funktionierende Toiletten. Die Betreiber der öffentlichen Toilettenanlagen sehen sich gezwungen, Hinweisschilder anzubringen, auf denen dazu plädiert wird, keine Geldnoten zur Gesäßreinigung zu benutzen. Den ganzen Artikel lesen »


Gekackt von Dirk am 26. August 2009 um 06:25 Uhr.
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Kacke auf Reisen. In Marokko.

Back to Kackblog! Ich war eine Woche lang im Süden Marokkos unterwegs. Natürlich nicht, ohne Augen und Nase offen zu halten! Von Marrakesch aus ging es über das Atlasgebirge, die Filmstadt Quarzazate und das Vallee de Dades in die Wüstenstadt Merzouga. Seit ich am letzten Weihnachtsfest ein Häufchen Kuschelkacke von Dirk geschenkt bekam, ist der posierliche Haufen eigentlich immer bei mir. Das brachte mich auf eine Idee: Ich starte hiermit die Serie “Kacke auf Reisen”.

img_2549_marokko

In der Nähe von Merzouga entstand das erste Foto, auf dem es sich der kleine Kackhaufen in der Sahara im heißen Wüstensand gut gehen lässt. Hier hatten wir auch die Gelegenheit, Bekanntschaft mit anderer Kacke zu machen. Kamelkacke. Den ganzen Artikel lesen »


Gekackt von Britt am 11. Februar 2009 um 06:17 Uhr.
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Auch Flüsse haben einen Arsch

Der Fluss Limpopo bildet die Nordgrenze von Südafrika zu Botsuana, Simbabwe und Mosambik. Er ist 1.680 km lang und damit der 101. längste Fluss der Erde. Der Limpopo entspringt nördlich von Johannesburg (Südafrika) im Witwatersrand-Gebirge als Krokodilivier, der bei Oliphants Drift das Wasser des Maricoriviers aufnimmt und ab dort Limpopo heißt. Bei Xai-Xai (Mosambik) mündet er in den Indischen Ozean.

Zuletzt überschwemmte der Limpopo im Jahr 2000 große Gebiete in Mosambik und richtete ein großes Chaos an. Wenn man menschliche Eigenschaften auf Flüsse übertragen würde, wäre das eine ziemlich arschige Aktion von ihm gewesen. Mensch, Lim, da machst Du Deinem Namen alle Ehre, Du Arsch! Über die Ufer treten kannste woanders, aber nicht da, wo Menschen leben. Verstanden? Das hoffe ich für Dich!

Verlauf und Einzugsgebiet des Limpopo mit Reliefschattierung und Staatsgrenzen (Grafik: Imagico @ Wikipedia)


Gekackt von Dirk am 23. Januar 2009 um 05:49 Uhr.
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Neulich bei Tarzan zu Besuch …

Das war ein Affentheater! Ich, auf der Suche nach einem Klo, endlich eins gefunden – sehr einladend sah es zwar nicht aus, aber egal – muss feststellen, dass dieses Etablissement von einem Primaten bewacht wird.

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Erst dachte ich, es handelt sich um eine Art Klofrau bzw. Kloaffe, und hab schon nach etwas Kleingeld gekramt. Dann sah ich den unentspannten Gesichtsausdruck des armen Kleinen. ooch nö, der will selbst und kann nicht! Statt Kleingeld also der Griff zur Kamera :-) Ich bin ja so gemein!!!

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Gekackt von Britt am 13. Dezember 2007 um 23:00 Uhr.
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Mein höchst gelegenes Klo

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Diese Bilder entstanden vor 3 Jahren im Barafu-Camp an den Hängen des Kilimanjaro. Genau dort, auf ca. 5.000 Höhenmetern, stand das höchst gelegene Klo, das ich jemals aufsuchte (mal abgesehen von irgendwelchen Flugzeugtoiletten).

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Und dieses Klo war ein Erlebnis! Wir hatten einen Lagerplatz ganz in der Nähe erwischt, das hellgrüne Zelt war unseres. Zitat aus meinem Wanderführer: “Der Sturm zerrt an den Zelten, die Toilettenanlagen stehen über einem unheimlichen Abgrund, weit und breit ist nichts Lebendiges zu sehen – Steine, soweit das Auge reicht.” Treffend beschrieben! Der Begriff “Toilettenanlage” ist sicher etwas übertrieben, es handelte sich um einen simplen Bretterverschlag mit Loch im Boden. Den ganzen Artikel lesen »


Gekackt von Britt am 19. November 2007 um 22:46 Uhr.
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19.11. – Welttag der Toilette

Heute ist der Welttag der Toilette. Da das Thema sehr ernst ist, schreibe ich dazu keinen spaßigen Eintrag, sondern zitiere eine Pressemitteilung vom Solidaritätsdienst International e.V., der mit Spendengeldern Trockentoiletten in Namibia baut. Doch die 600 geplanten Trockentoiletten sind leider noch viel zu wenige, da dort durch Durchfallerkrankungen aufgrund fehlender Sanitärsysteme täglich Menschen sterben.

Vielleicht bewege ich mit diesem Eintrag ein paar Leser zur einer kleinen Spende.

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Gekackt von Dirk am um 13:15 Uhr.
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