So kackten die Uskoken
Diesen gemütlichen Toilettenerker, eine auf Burgen damals übliche Form seine Exkremente loszuwerden, entdeckte ich auf der Festung Nehaj in der kleinen kroatischen Stadt Senj. (Bekannt wurde diese Burg übrigens durch den Kinderbuch-Klassiker “Die rote Zora und ihre Bande”).
Im 16. Jahrhundert war Nehaj Hauptsitz der Uskoken, einer Gemeinschaft von Hajduken osmanischer Abstammung, die hauptsächlich davon lebten, venezianische Schiffe zu überfallen.
Die Burg ist 18 m hoch und hat oben auf dem Dach diesen Toilettenerker gleich neben den Wachtürmen. Urin und Kot gelangten direkt entlang der Burgmauer ungefiltert in den Außenbereich. Aus 18 m Höhe! Das stelle ich mir schon allein deshalb sehr abenteuerlich vor, weil dort oft ein starker Wind - die Bora - weht. Oder nein, ich will es mir lieber nicht vorstellen … ;-)
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Gekackt von Britt am 21. November 2007 um 20:37 Uhr.
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Stichworte: burg, historisch, kacken, kroatien, toilettenerker, unterwegs, winde





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(9x bewertet, Ø 4.11 von 5)
Na ja, wenn man auf dem “Loch” sitzt ist das schon ein seltsames Gefühl. Es zieht etwas am “anderen Ende” - aber es war ja Sommer - ein laues Windchen sozusagen.
Wenn man nicht schwindelfrei ist sollte man es eben vermeiden, während der anstrengenden Tätigkeit nach unten zu schauen um den Erfolg zu überprüfen. Der Erfolg wäre sowieso in Sekunden in weiter Ferne. Treckies würden sagen “… das Weltall - unendliche Weiten …”. Übersetzung für den Kackblog: “… der Erker - undendliche Tiefen…”.
Auf alle Fälle hat diese Variante einen entscheidenden Vorteil für die GESCHÄFTSVERRICHTENDEN Wachen auf der Burgmauer: Sie riechen definitiv nur den frischen Meeresduft, den die bereits beschriebene Bora von der kroatischen Adria herbei weht.
Vielleicht war das ja auch nur eine Abwehrmethode bei Belagerungen und Erstürmungen ….
Ich wäre auf alle Fälle gerne auf der Burg und nicht unten …
Ich stelle mir folgendes vor:
16. Jahrhundert. Oben sitzt ein Wachsoldat auf seiner Steinlatrine und beschäftigt sich mit den Flatulenzen vom letzten Essen. Es gab Kohl!
Am anderen Ende - also unten - kommen gerade interessierte Touristen vorbei, die von den eigenartig hohl klingenden Trompetenfanfaren angelockt wurden, die scheinbar aus einem Loch in der Burgwand tönen.
Und während sie da so stehen und sich wundern, stecken sie natürlich auch ihre Köpfe in das Loch, um dem wunderschönen Konzert zu lauschen.
Der Wachsoldat oben hat sich inzwischen seiner Gase befreit und nun kommt das ganze gewaltige Geschäft. Natürlich sehr dünn!
Unten verstummen plötzlich die Töne und ein anderes Geräusch erklingt. Die Touristen stecken nun wieder ihre Köpfe ins das Loch, um diesem leisen dumpfen Grollen zu lauschen. Es klingt schön. Die Burgbewohner haben wahrlich einen Sinn für abstrakte Musik. Es ist erst ganz leise, aber es wird lauter und lauter und…platsch!!!
Nein, nein, so war das nicht! Es gibt unten kein Loch zum reinstecken. Das Loch befindet sich über dem Abgrund in 18 m Höhe. Auf dem dritten Foto kannst Du es sehen: Loch und darunter freier Fall.
Deshalb ist das Klo auch nicht für Kleinkinder geeignet, da die “durchfallen” könnten. Falleri und durchfallera.
Zu den kleinen Kindern auf einem Burgfried habe ich sowieso eine sehr dezidierte Meinung.
Heuzutage ist Kinderarbeit verboten. Ich denke mal im Mittelalter war man gar nicht so rückständig, wie wir heute denken. Ich bin sicher, Kinderkämpfen war verboten!
Sicherlich hätten diese kleinen Monster aber zur Feindabwehr genutzt werden können. Jurtewindeln statt der neumodischen und geruchstötenden Pampers.
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