Selbstgemachte Künstlerscheiße
Der italienische Konzeptkünstler Piero Manzoni war zu seiner Zeit schon ziemlich durchgeknallt. Aber das macht einen Konzeptkünstler eben aus. Und genial war er auch irgendwie. Jedenfalls hat er ein außergewöhnliches Konzept äußerst erfolgreich durchgezogen: Merda d’Artista (dt. “Künstlerscheiße”).
1961 füllte Manzoni jeweils 30 Gramm seiner eigenen Fäkalien in 90 Dosen, verschloss diese geruchsfest, nummerierte sie einzeln von 001 bis 090 und beschriftete sie mehrsprachig mit “Merda d’Artista”. Diese Dosen hat er dann zum Preis von Gold des gleichen Gewichts verkauft. Und er hat sie alle verkauft!!!

Manzoni wollte damit zeigen, dass die wahre Kunst aus dem Inneren des Künstlers kommt. Wohl wahr!
Die Dosen findet man heute noch in verschiedenen Sammlungen auf der ganzen Welt und jede davon hat heute einen Wert von rund 30.000 €.
Manzoni jedenfalls hatte von seinem Ruhm und dem “geschissenen” Reichtum nur wenig, weil er zwei Jahre später - mit 29 Jahren - in seinem Mailänder Atelier an einem Herzinfarkt verstarb. Schade. Er hätte sicher auch was mit seiner eigenen Kotze anfangen können.
Offizielle Internetseite von Manzoni: www.pieromanzoni.org
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Gekackt von Dirk am 1. Februar 2008 um 16:58 Uhr.
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Stichworte: geschäft, kacke, kacken, kunst









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siehe auch:
Wim Delvoyes „Cloaca“, eine Maschine, die den menschlichen Verdauungsvorgang simuliert, und von menschlichen visuell nicht zu unterscheidende Exkremente produziert:
http://www.cloaca.be/
Och menno, davon handelt mein morgiger Beitrag. Ich werde ihn trotzdem veröffentlichen.
Tolle Wertsteigerung. Erinnert mich irgendwie an einen Gold kackenden Esel.
Raus aus der Aktie - rein in die Konserve
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