Rubens und die Toilette der Venus

Wie kommt es, dass das Gemälde “Toilette der Venus” keine Toilette zeigt, wie wir sie kennen? Naja, zum einen natürlich, weil es solche Toiletten im Jahre 1612 noch nicht gab. Und zum anderen, weil der Begriff Toilette, der sich aus der französischen Sprache ableitet (toile=Tuch), den Vorgang des Schminkens, Frisierens und Ankleidens der Hofdamen meinte. Die Frauen bei Hofe besaßen für ihre Toilette spezielle Ankleidezimmer. Dort verrichteten sie auf ihren Leibstühlen auch ihre Notdurft.
Peter Paul Rubens wurde 1577 in Siegen geboren und gilt als der typischste Vertreter der barocken Malkunst. Fast jedem sind seine üppigen Damen in Erinnerung, die er hundertfach mit rosigen Farben auf die Leinwand bannte, wobei die gemalten Szenen wegen der Schicklichkeit alle irgendwie in die griechische Götterwelt verlegt wurden. Rubens war ein Genie, auch ein kaufmännisches. Er wurde mit dem Malen reich, lebte in einem Schlösschen und genoss höchstes Ansehen. Seine Toilette der Venus, um 1612 bis 1615 entstanden, diente der Augenweide damaliger Herrschaften. Rubens griff damit ein Thema auf, das fast ein bisschen “mainstream” war und auch von anderen Malern interpretiert wurde – Giorgio Vasari, Francois Boucher, Diego Velazques oder Henri Fantin-Latour.
(Quelle: www.meisterwerke-online.de)
Gekackt von Britt am 27. Dezember 2008 um 05:56 Uhr.
Stichworte: 17. jahrhundert, begriffe, kunst, stuhlgang






Sehe nur ich das Gesicht oberhalb der Venus-Kerft? Sorry für die Umgangssprache. Ich meine den Steiß der Venus. Da sind doch zwei Augen und eine Nase angedeutet. Sind das Falten oder hatte sie es auf ihrem Leibstuhl eilig?
Früher Po-Rücken-Falten mit Augen und Nase – heute das Arschgeweih! Aber ich glaube, es sind Muskeln.
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