Reinigungsstift verspricht verbesserte Situation im Analbereich
Ein Kommentar von Ludwig hier im Kackblog machte mich auf ProctoClean® aufmerksam. ProctoClean® ist ein Reinigungsstift, der der Analprophylaxe und -reinigung dient. Das hört sich erstmal komisch an, ist aber echt kein Scherz. Und um es gleich zu sagen: Das hier ist kein bezahlter Artikel oder so. Ludwig hat uns netterweise ein paar Reinigungsstifte zum Testen geschickt. Meine Eindrücke davon folgen am Ende dieses Artikels.
Milliarden von Menschen, vor allem in Asien und in den muslimischen Ländern, reinigen sich den Analbereich mehr oder weniger effektiv mit Wasser und dem Finger, um nachher die linke Hand mit einem Berührungstabu zu belegen. Viele 100 Millionen Menschen, speziell im Westen, reinigen sich die Öffnung zum Analkanal nur mit Papier.
Die aktive hygienische und prophylaktische Beeinflussung des Analbereichs durch den Patienten beschränkt sich seit der Antike also im Wesentlichen auf den äußeren Bereich der Analregion – also außerhalb des eigentlichen Raumes der Erkrankungen. (Quelle: www.analhygiene.eu)
Das kann man nicht von der Hand weisen. Die bei uns übliche Reinigung mit Papier nach dem Stuhlgang ist im wahrsten Sinne oberflächlich und nicht mit der Reinigung durch Wasser gleichzusetzen. Ihr kennt sicherlich die japanischen Washlets, die nun auch in Europa auf den Markt drängen. Die sind nicht nur papiersparend (und wasserintensiv), sondern reinigen tatsächlich besser.

© www.analhygiene.eu
Aus der eigenen Not heraus überlegte sich Ludwig vor einiger Zeit, wie er seine eigene Situation im Analbereich verbessern könnte und entwickelte innerhalb von einem Jahr den Reinigungsstift, den auch patentrechtlich schützen ließ und nun gewerblich vertreibt. Um die Wirkung zu belegen, hat er einen Feldtest an rund 100 Probanden durchgeführt bzw. durch Ärzte durchführen lassen. Die Rückmeldungen der Patienten waren zu 95% positiv und bestätigten Ludwig mit seiner innovativen Produktidee.
Der Reinigungsstift wird mit einem einfachen Öl (z.B. Olivenöl) betropft und kurze Zeit nach dem letzten Stuhlgang in den After eingeführt. Durch die Vor- und Rückbewegung des Stiftes setzen sich Kotreste an den Rillen ab und der Analbereich ist nun auch von innen gereinigt. Angewendet werden kann diese Methode bei Analjucken, leichten Entzündungen, Beschwerden durch Marisken (Analfalten, auch als Analkarunkel bekannt, die zu unangenehmem Juckreiz im Analbereich führen können), Stuhlschmieren, Stuhlinkontinenz und nach Darmoperationen. Aber natürlich auch um solche Beschwerden vorzubeugen kann man ihn anwenden.

© www.analhygiene.eu
Wie eingangs erwähnt hat uns Ludwig freundlicherweise einige Reinigungsstifte im Set geschickt. Das Set beinhaltet neben dem ProctoClean® auch noch eine kleine Flasche für das Öl, einen Beutel und natürlich die Anleitung. Ich habe es mit kleinen Unterbrechungen etwa zwei Wochen getestet. Anfangs ist das Gefühl beim Einführen des Stiftes ziemlich ungewohnt, aber nicht unangenehm. Fühlt sich ein bisschen an, als würde man sich ein Zäpfchen reinstecken. Ich gestehe, dass ich beim ersten Test das Loch nicht traf und eine Weile suchen musste.
Kotreste konnte ich aber während der Testzeit keine am Stift feststellen. Das heißt für mich, dass in meinem Analbereich alles bestens ist.
Fazit: Auch wenn viele darüber schmunzeln werden und ich in meinem Freundeskreis manchmal deswegen ausgelacht wurde (aber testen muss man als Kackblogger sowas ja auch mal), halte ich den ProctoClean® für eine sicherlich sinnvolle Erfindung. Die Patientenrückmeldungen zeugen deutlich fast nur positive Ergebnisse und ich hoffe für Ludwig, dass er noch weitere Vertriebswege auftut, um noch mehr Menschen bei ihren analen Problemen damit helfen zu können.
Gekackt von Dirk am 17. September 2009 um 06:29 Uhr.
Stichworte: after, anal, analreinigung, hygiene, schließmuskel
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Kotreste am Stift gab es keine, dafür aber an der Hand?! Oder ist das nur ein Qualitätsproblem des Fotos?
Und wierum kommt der dann in den Arsch rein? ^^
Hups, keine Edit-funktion – da war ja noch mehr ^^
Das was die Hand auf dem Foto in der Hand hält, ist der Griff und vorne das Geriffelte kommt in den After bis zum Anschlag, also bis zu der Scheibe.
Habe ich das richtig verstanden, dass der Darm, solange er gesund ist sich selbst reinigt?
Nicht porentief rein, aber jedenfalls so, dass die Gefahr von Infektionen doch eher gering ist. Und dazu trägt – wie bei allem – eine gesunde uns ausgewogene Ernährung einen großen Teil bei.
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