Nachttöpfe in München

Es muss nicht immer Oktoberfest sein! Wer große Gefäße mit Henkeln mag, dem bietet München weitaus mehr. Manfred Klauda zeigt in seinem 1984 eröffneten “Zentrum für außergewöhnliche Museen” eine Sammlung von 8.000 Nachttöpfen aus aller Welt.
In den letzten 2000 Jahren gab es sie aus Ton, aus Holz, später aus Porzellan oder Metall. Der Handel mit Nachttöpfen war jahrhundertelang krisensicher. “Nachtgeschirr” gab es für jeden Geschmack, für jeden Anlass und für jeden Stand. Selbst das Zwiebelmuster lässt grüßen. Besonders beliebt war es auf Hochzeitstöpfen.
Zum Nachttopfmuseum gehört auch eine Abteilung mit sogenannten Bourdalous. Diese anatomisch geformten Sonderanfertigungen waren für den öffentlichen Gebrauch bestimmt und erhielten ihren Namen nach dem Hofprediger Ludwigs XIV., dem Jesuitenpater Louis Bourdaloue. Um nicht während der beliebten, aber auch sehr langen Predigten des Paters die Toilette aufsuchen zu müssen, bedienten sich die Damen der feinen Gesellschaft dieser Gerätschaften, die sie in ihrem Muff mit in die Messe nahmen.

Das Nachttopf-Museum befindet sich in der Westenriederstraße, München Altstadt/Lehel. Öffnungszeiten täglich von 10 bis 18 Uhr.
Übrigens: Das durchschnittliche Fassungsvermögen der Nachttöpfe ist ähnlich dem eines Maßkruges (bayrisch: die Maß, mit kurzem a). Na dann … O´zapft ist!
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Gekackt von Britt am 20. September 2008 um 06:31 Uhr.
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Stichworte: münchen, museum, nachttopf, sammeln





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rechts oben das schaut aus wie mein Kaffeehäferl
Günters letzter Blog-Artikel: Abgepfiffen
Das ist ja genial, da muss ich mal hin
Kennst du rein zufällig das Buch “Eine erbauliche Enzy-Clo-Pädie? Dort wird recht amüsant die Geschichte der hm.. Darmentleerung, Nachttöpfe und Toiletten beschrieben.
Hi Finn! Nein, die Enzy-Clo-Pädie kenne ich nicht. Ist aber - laut Amazon - auch schon etwas älter (1979 bzw. 1985) und nicht mehr erhältlich. Auf meinem Wunschzettel steht aber noch “Cacas. Enzyklopädie der Kacke” von Oliviero Toscani.
Mein Vater besitzt noch ein Buch über Toiletten, da muß ich mal fragen, wie das genau heißt und wer der Autor ist und ob es das noch gibt.
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