Mit Kuhblinddärmen in die Lüfte
Ihr kennt doch Blattgold. Diese extrem dünnen Blättchen aus echtem Gold, mit denen alles mögliche hochwertig verziert wird. Um Blattgold herzustellen braucht man ganz feine Trennblätter und das ideale Material dafür ist die so genannte Goldschlägerhaut. Die Goldschlägerhaut (Darmserosa) – und jetzt bekomme ich die Kurve zum Kackblog – wird aus der äußersten Hautschicht vom Blinddarm eines Rindes hergestellt. Nach dem Spannen und Trocknen ist diese Haut nur 0,05-0,1 mm dick und sie verhindert, dass die Goldblättchen aneinander kleben.
Anfang des 20. Jahrhunderts fand man noch andere Verwendung für die Goldschlägerhaut: In der angehenden Luftschifffahrt. Gummierter Stoff wurde schnell brüchig und neigte zu statischer Aufladung, also wurden die Gaszellen aus Goldschlägerhäuten genäht, die in bis zu sieben Lagen auf eine Trägerschicht aus Stoff aufgebracht wurden. Für eine Gaszelle wurden die Blinddarmhäute von rund 50.000 Rindern benötigt. Eine extrem aufwändige Prozedur.
Heute werden für die Luftfahrt natürlich synthetische Stoffe verwendet und auch beim Blattgoldschlagen haben sich andere Techniken gefunden.
via Willis Besserwisserseite, Newsletter 3909
Gekackt von Dirk am 27. September 2009 um 06:43 Uhr.
Stichworte: kluggeschissen






jaa, lest mehr besserwisserseiten
! der willi ist nämlich super
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