Kurze Geschichte der Unterhose
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Für heute habe ich mir ein schönes Thema speziell für unseren männlichen Leser ausgesucht: die reizende Verpackung für den Frauenpo, den Slip. Ich selbst habe ja bis vor ein paar Jahren nur selten Unterwäsche getragen. Mittlerweile bin ich etwas kälteempfindlicher (und auch schon wieder ein Jahr älter!) und habe mir eine Reihe dieser kleinen Dinger angeschafft, die für jede Frau heute eine Selbstverständlichkeit sind.
Das war nicht immer so, der Slip ist eigentlich erst seit etwa einem Jahrhundert verbreitet. So fing alles an… Im frühen 16. Jahrhundert waren in Italien lange Unterhosen aus Seide oder Leinen bekannt. Eine anständige Frau blieb aber untenrum nackt. Und noch im 18. Jahrhundert galt es als unschicklich, Unterhosen zu tragen. Sie waren alten oder kranken Frauen vorbehalten und auch Mägde griffen nur zur Unterhose, wenn sie Fenster putzten.
Im 19. Jahrhundert trugen kleine Mädchen bauschige Pluderhosen-Schlüpfer. Dass sie überhaupt Hosen tragen durften, die sogar unter den Röcken sichtbar (!) hervorlugten, verdankten sie dem französischen Philosophen Jean-Jacques Rousseau. In seinem pädagogischen Lehrbuch “Emile oder über die Erziehung” plädierte er nämlich dafür, dass sich kleine Mädchen austoben durften. Dafür mussten sie natürlich unten irgendwie bekleidet werden. Doch kaum wurden die Mädchen älter, war es vorbei mit der Bewegungsfreiheit. Da hieß es raus aus den Hosen und mit nackten Schenkeln rein in die langen Röcke.
Gegen Mitte des 19. Jahrhunderts kam Bewegung in die Sache. Da kamen Reifröcke in Mode und diese hatten ihre Tücken. Wollte Madame sich bücken oder setzen, hob sich das Gestell bis zu den Hüften hoch und entblößte den Po. Eine Abhilfe musste her! Die Lösung waren lange Futterale aus Baumwolle, die aus zwei Stücken bestanden und in der Taille zusammengebunden wurden. Zwischen den Beinen waren sie offen. “Die Unaussprechlichen” nannte man sie in England, “die Unentbehrlichen” in Frankreich, in Deutschland einfach nur “Beinkleider”.
Der Weg zum perfekt sitzenden Slip war da noch weit. Erst im Jahre 1928 gab es die kleine Höschen-Ausführung, wie wir sie heute kennen. Zu Beginn des Ersten Weltkrieges wurde es für Frauen selbstverständlich, Unterhosen zu tragen. Die Rocksäume kletterten nämlich in die Höhe, womit ein gewisser Schutz nötig wurde.
Es sollte 1949 werden, bis der erste Slip ins Licht der Öffentlichkeit gerückt wurde – und zwar in Wimbledon. Die amerikanische Tennisspielerin Gussie Moran war es, die die Welt erregte, weil sie in einem überaus frechen Aufzug verlor. Sie trug ein kurzes Tennisröckchen und darunter einen mit Spitze besetzten Slip.
Quelle: www.sloggi.com
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Gekackt von Britt am 16. April 2009 um 05:44 Uhr.
Stichworte: historisch, po, unterwäsche







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