Kurze Geschichte der Analreinigung

Am Anfang war der Schmerz, lange Zeit, bevor es Klopapier gab. Die alten Griechen nutzten zur Reinigung Steine, Tonscherben oder Muscheln, die Germanen Stroh und Laub. Die Römer waren dagegen Weicheier. Sie banden salzwassergetränkte Schwämme um einen Stock und stocherten und wischten sich sauber.

Es waren die Chinesen, die im 6. Jahrhundert nach Christus als erste Toilettenpapier entwickelten, dessen Nutzung allerdings dem Kaiser höchstpersönlich vorbehalten blieb. Ab dem 14. Jahrhundert wurde Toilettenpapier in größeren Mengen und verschiedensten Formaten produziert, blieb aber weiterhin dem Adel und der Oberschicht vorbehalten.

Beim gemeinen Volk im europäischen Mittelalter war Moos die bessere Wahl im Vergleich zum kratzigen, harten Stroh. Wer es sich leisten konnte, griff zur Schafwolle oder reinigte sich gar mit Spitzentüchlein. Diese wurden selbstverständlich nicht weggeworfen, sondern von bemitleidenswerten Waschfrauen zur baldigen Wiederverwendung gereinigt und getrocknet. Wirklich zur Sache aber ging es für die vielen persönlichen Leibdiener hochgestellter Herrschaften von der Renaissance bis zur Aufklärung, die ihre Herren und Damen mit der bloßen Hand säubern mussten.

In Asien, dem Orient und Afrika ging man die Sache einfacher an: Man benutzte die linke Hand und viel frisches Wasser. Bis heute ist das in vielen arabischen und asiatischen Ländern so.

In Südamerika nahm man gern die grünen Außenhüllen von Maiskolben, die relativ sanft zur Haut waren und dennoch reißfest. Amerikanische Farmer dagegen mochten es gerne hart: Sie trockneten die von den Maiskörnern befreiten Kolben und nutzten sie zur Reinigung.

Das Papier auf Rollen, wie wir es heute kennen, ist eine Idee des späten 19. Jahrhunderts. Die erste deutsche Fabrik für Toilettenpapier wurde 1928 von Hans Klenk (Hakle)gegründet.

(Quelle: www.weltderwunder.de)



Gekackt von Britt am 5. Februar 2008 um 08:54 Uhr.
Stichworte: , , , , ,
Artikel drucken Artikel drucken

Es wurden schon 2 Kommentare gekackt.

  1. Klugscheißen leicht gemacht, Teil 3 » Der Kackblog kackte am 02.03.2008 um 10:09 Uhr:

    [...] (ohne Aldi). Rund 4 % der Deutschen kaufen kein Klopapier. Die haben wohl noch Zeitungen oder historisches Equipment im Einsatz. In Verbindung stehende Kackbeiträge:»Klugscheißen leicht gemacht, Teil [...]

  2. Dr. Ludwig Römhild kackte am 08.07.2009 um 18:56 Uhr:

    Hallo Oberkacker!

    Wir haben uns auf eine etwas andere Weise auch mit dem Thema “kacken” beschäftigt. Und es ist etwas Nützliches herausgekommen.

    Schauen Sie mal nach!

    Beste Grüsse

    Ludwig Römhild

Einen Kommentar kacken:

;) :| :x :twisted: :roll: :oops: :o :mrgreen: :lol: :idea: :haufen: :evil: :cry: :arrow: :P :D :?: :? :) :( :!: 8O 8)

Hier steht zwar eine Menge Kacke, aber dennoch behalten wir uns vor einen Kommentar zu löschen, wenn dieser einen eindeutig werblichen Charakter hat, aus unserer Sicht zu vulgär oder einfach nur blöde ist.

vorheriger Beitrag »«
nächster Beitrag »«