Krokodilkot als Verhütungsmittel

Bevor 1961 die Pille auf den Markt kam, hat sich die Menschheit schon viele Jahrtausende lang bemüht, die Fortpflanzung zu kontrollieren. Die Ärzte der griechischen Antike etwa hatten 413 Verhütungs- und Abtreibungsrezepte auf Lager. Den Männern empfahlen sie unter anderem, ihren Penis mit Essig einzureiben. Für die Damen gab es Tampons aus Akazienblättern mit Honig. Auch Bleisalbe oder Schwämme sollten ungewollten Nachwuchs verhindern. Mittel die nicht wirkten, wurden schnell wieder abgesetzt.
Erfolgreiche Mittel hingegen wurden immer wieder angewandt, wie zum Beispiel das Krokodilkot-Zäpfchen, das ein globaler Renner gewesen sein muss. Vor 3.000 Jahren führten die Inderinnen Krokodil-Dung vor dem Geschlechtsverkehr vaginal ein. Ein ägyptisches Rezept mischte Krokodilkot, Honig und gelöstes Natron. Und die Alten Griechen rieten ihren Frauen, den Krokodilkot in gegorenem Pflanzenschleim zu zerstoßen und als Scheidenzäpfchen einzuführen.
Wahrscheinlich wurde der Kot von Tieren mit mystischen Eigenschaften gewählt, zu denen das Krokodil zählt. Womöglich könnte der Dung selbst als primitive Blockersubstanz gedient haben, weil sein starker Säuregehalt spermizid wirkt. Manche Historiker behaupten hingegen, Krokodilkot dürfte höchstens deshalb gewirkt haben, weil sich durch die Keime die Eileiter entzündeten.
Quellen: Museum für Verhütung und Schwangerschaftsabbruch, Wien; Planet Wissen, WDR; Bild: Britts Krokodil
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Gekackt von Britt am 26. Juni 2008 um 05:33 Uhr.
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Stichworte: frauen, gesundheit, historisch, kot, krokodil, tiere, verhütung











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