Klogeräusche in der Bauphysik
Heute gelüstet es mir nach einem wissenschaftlichen Thema. Ein bisschen. Keine Angst, es wird nur ein bisschen plätschern …
Ihr kennt das: Ihr steht im Bad zuhause oder im Hotel, kämmt Euch die Haare oder putzt die Zähne, da dringen plötzlich Pinkelgeräusche von nebenan zu Euch herüber. Trotz Mauerwerk und Deckenvertäfelung. Ich stelle mir dann immer vor, wer da wohl gerade sitzt. Leider kann ich meine Nachbarn noch nicht nach ihren Geräuschen unterscheiden.
Es gibt tatsächlich einen physikalischen Begriff für dieses Geräusch. Man nennt das “Spureinlauf”. Das Wort “Einlauf” sollte ja allen hier geläufig sein (eines von Ulfs Lieblingsthemen). Der Spureinlauf ist der Schall, der entsteht, wenn der Harnstrahl auf die WC-Schüssel auftrifft. Dabei treten diese typischen Plätschergeräusche auf, die besonders durch Körperschallübertragung in anderen Räumen des Gebäudes hörbar werden.
Nach Möglichkeit sollen baukonstruktive Maßnahmen den Geräuschpegel gering halten, um die Beeinträchtigung der anderen Bewohner zu vermeiden. Geräuschschützende Maßnahmen sind sogar in DIN 4109-89 festgelegt.
Und, jetzt wird es ganz physikalisch, es gibt eine Formel zur Berechnung der Geräusche:

In dieser Formel ist LIN der Installationsgeräuschpegel, welcher von der flächenbezogenen Masse der Wand m′ abhängt. Das heißt, dass die Spureinlaufgeräusche umso geringer sind, je schwerer die Wand je Quadratmeter ist, an der die Sanitärgegenstände oder ihre Leitungen angebracht sind. Der Pegel verringert sich bei Verdopplung der Masse um 20â‹…log 2 = 6,02 dB.
Ich bin dann mal im Bad. Nachmessen und rechnen …
Quelle: Wikipedia
Gekackt von Britt am 22. April 2009 um 06:21 Uhr.
Stichworte: arschitektur, geräusche, physik






Was nich alle gibt… Abartig. Ich hätte lieber ein Scheißhaus mit Soundverstärker, so wie Autoprolls ihren Sportauspuff.
Eine Geräschdämpfung ausschlieslich nur dazu vorzusehen, dass Nachbarn nicht unseren “Klo-Sound” hören können, finde ich sehr einseitig. Mich stört das noch am allerwenigsten, denn das Klo wird in normalen Wohnhäusern nicht ununterbrochen benutzt. Statt dessen könnte eine bessere Geräuschdämmung vor allem bei Neubauten nichts schaden, vor allem auch in Hinblick auf den Trittschall. Wer eine gut schallisolierte Wohnung hat, kann sich glücklich schätzen, er kann nicht nur ohne Gewissensbisse seine Musikanlage in natürlicher Lautstärke betreiben, er hat die die Lösung der Klo-Probleme gleich mit im Sack.
also ich habe in meiner eigenen Wohnungen Hemmungen aufs Klo zu gehen wenn ich Dünnpfiff habe
das macht ja auch Geräusche und je mehr man sich verkrampft desto lauter sind die. Also Neubau ist furchtbar wenn man nicht mal daheim ruhig kacken kann
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