Kackschicht, Teil 6 – Der Sanitärinstallateur

Den heutigen Teil unserer Sonntagsserie widme ich denen, die unsere Toiletten und Bäder zu dem machen, was sie sind: möglichst immer problemlos funktionierende, komfortable sanitäre Anlagen!
Was genau macht der Sanitärinstallateur? Wie der Name schon sagt: Er plant und installiert Sanitärsysteme. Er montiert Wasserleitungen, Badewannen, Duschkabinen, Waschbecken, Armaturen und natürlich Toiletten und Bidets und schließt diese an. Er wartet und repariert sie auch. Bei üblen Verstopfungen kann es da schon mal eklig werden. Seine Arbeitsgeräte sind neben seinem Werkzeug (ganz wichtig: die Rohrzange) auch technische Zeichnungen und Mess- und Prüfgeräte.
Wie wird man Sanitärinstallateur? In Deutschland heißt der passende Ausbildungsberuf dazu “Anlagenmechaniker/in für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik”. Es ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nach der Handwerksordnung. Die Dauer der Ausbildung beträgt 3,5 Jahre, sie endet mit dem Abschluss als Geselle. Während der Ausbildung spezialisiert sich der angehende Anlagenmechaniker auf den Fachbereich Sanitärtechnik. Ein Führerschein sowie eine Schweißberechtigung sind für die Berufsausübung von Vorteil. In der Schweiz heißt der Beruf des “Sanitärinstallateurs” auch tatsächlich so.
Wo arbeitet der Sanitärinstallateur? Er arbeitet vor allem in Handwerksbetrieben des Bauinstallationsgewerbes, z.B. in Klempnereien oder in Betrieben des Gas-, Wasser-, Heizungs- oder Lüftungsinstallationsbau. Seine Einsatzorte sind Baustellen, Werkstätten oder die Gebäude der Kunden.
Seit wann gibt es den Beruf? Zu Beginn des 19. Jahrhunderts gab es Brunnenbauer, Pumpenbauer und Kupferschmiede, später dann Klempner, die als die Vorläufer des heutigen Installateurhandwerks angesehen werden können. Ab 1968 gab es den handwerklichen Ausbildungsberuf Gas- und Wasserinstallateur, der im Jahre 2003 aufgehoben wurde. Seitdem gibt es den Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik.
Ein bisschen Statistik: Im Jahr 2007 arbeiteten etwa 177.000 Installateure in Deutschland. Interessant finde ich, dass davon nur etwa 0,5% Frauen sind. Auffällig ist auch, dass die Arbeitslosenquote bei Installateuren seit Jahren zunimmt. Im letzten Jahr lag sie knapp über 20%.
Was verdient ein Sanitärinstallateur? Das ist wie in jedem Beruf von unterschiedlichen Faktoren abhängig - Region, Arbeitsanforderung, Qualifikation, Berufserfahrung, Lebensalter und Verantwortlichkeit werden berücksichtigt. In Handwerksbetrieben beispielsweise kann das tarifliche Bruttostundenentgelt zwischen 12 und 15 Euro betragen. Ein Kundendienstmonteur verdient etwa 2.500 Euro brutto im Monat.
(Quelle: Bundesagentur für Arbeit)
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Gekackt von Britt am 22. Juni 2008 um 06:49 Uhr.
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Stichworte: arbeit, beruf, sanitäranlagen, technisches, toilette









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