Kackschicht, Teil 1 – Der Proktologe

  • Kackschicht, Teil 1 – Der Proktologe

Es ist mal wieder Zeit für eine kleine, unterhaltsame Sonntagsserie! Während wir unser arbeitsfreies Wochenende genießen, überlege ich, womit andere ihre Brötchen verdienen. Es geht um Berufe “rund ums Kacken” im weitesten Sinne. Garnicht schmutzig und oft auch sehr lukrativ. Ich möchte nach und nach einige vorstellen und beginne mal ganz hinten, beim Proktologen.

Proktologen sind Mediziner, die sich auf Erkrankungen des Enddarms spezialisiert haben. Sie schauen ihren Patienten auf und in den Po.

Wie wird man Proktologe? Medizinstudium, anschließend einjährige Weiterbildung mit mündlicher Prüfung vor der Landesärztekammer. Die Weiterbildung umfasst in Ergänzung zu einer Facharztkompetenz die Vorbeugung, Erkennung, Behandlung und Rehabilitation von Erkrankungen, Verletzungen, Formveränderungen und funktionellen Störungen des Mastdarms, des Afters, des Kontinenzorgans, der Beckenbodenmuskulatur, von Analekzemen, anorektalen Geschlechtskrankheiten und analen Dermatosen.

Was gehört zur Arbeitsroutine? Behandlung von Hämmorhoiden, Stuhlinkontinenz, Analfissuren etc.

Was ist neben medizinischem Fachwissen wichtig? Soft Skills wie Diskretion, Beobachtungsgabe, ein guter Tastsinn, Einfühlungsvermögen und Einsatzbereitschaft.

Wo arbeitet der Proktologe? In seiner Praxis, in einer Gemeinschaftspraxis oder in einer Klinik. Die Arbeitszeiten variieren etwas, je nach Einsatzort.

Seit wann gibt es den Beruf? Erst seit etwa 30 Jahren in Deutschland.

Git es einen Berufsverband? Ja, den BCD e.V. (Berufsverband der Coloproktologen Deutschlands). Der Verband hat über 500 Mitglieder.

Was verdient ein Proktologe? Zwischen 50.000 und 150.000 Euro pro Jahr, abhängig von Berufserfahrung und Stellung in der Klinik.

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...
Gekackt von Britt am 18. Mai 2008 um 07:32 Uhr.
Stichworte: , , , , , , ,


Es wurden schon 6 Kommentare gekackt.

  1. Ulf kackte am 18.05.2008 um 11:19 Uhr:

    In meiner Ausbildung war ich 8 Wochen auf unserer Proktologie. Das hat mir auch sehr viel Freude gemacht…

    Da gab es auch etwas , das sich “Bohrvisite” nannte. Das brauche ich wohl nicht zu erklären. Es war Standard, den PatientInnen 1/2 h vorher ihre Schmerztropfen zu verabreichen.

  2. Sven kackte am 18.05.2008 um 22:57 Uhr:

    Da bekommt der Begriff “Scheißjob” eine ganz neue Bedeutung.
    Ich werde nie mehr behaupten, daß mein Tag im Büro “scheiße” war ;-)

  3. Ulf kackte am 19.05.2008 um 22:00 Uhr:

    Einmal ist im OP beim Kautern (Elektrisch Gewebe verbrennen) am Darm ein Furz gekommen und explodiert. Da waren alle gesprenkelt :-D

  4. Britt kackte am 19.05.2008 um 22:41 Uhr:

    Am Darm wurde Gewebe verbrannt? Oje, was hatte denn der/die Ärmste?

  5. Dirk kackte am 19.05.2008 um 22:51 Uhr:

    Auch wenn das für die Leute im OP nicht witzig war, musste ich erstmal herzlich lachen. :) Ja, was wurde denn da verbrannt? Arschhaare?

  6. Ulf kackte am 20.05.2008 um 07:39 Uhr:

    Ein Blutgefäß. Sowas macht man gerne zur blutstillung.

Einen Kommentar kacken:

;) :| :x :twisted: :roll: :oops: :o :mrgreen: :lol: :idea: :haufen: :evil: :cry: :arrow: :P :D :?: :? :) :( :!: 8O 8)

Hier steht zwar eine Menge Kacke, aber dennoch behalten wir uns vor einen Kommentar zu löschen, wenn dieser einen eindeutig werblichen Charakter hat, aus unserer Sicht zu vulgär oder einfach nur blöde ist.

vorheriger Beitrag »«
nächster Beitrag »«