Kackend Geschäfte machen
Ein jahrtausendaltes Synonym für KACKEN hat sich in unserem Sprachgebrauch bis heute gehalten: Wer sein “Geschäft macht”, verrichtet womöglich nicht nur erfolgreich seine Arbeit, sondern entledigt sich seiner Fäkalien. Die alten Römer machen es uns vor! Ihre Prachtlatrinen waren Kommunikationstreffpunkt der High society.
So eine Luxuslatrine, kostbar ausgestattet mit Marmorsitzen, Säulen und sogar Fußbodenheizung (vor 2000 Jahren!), bot Platz für bis zu 80 Personen. Man saß und kackte gesellig nebeneinander, plauderte nebenbei über dies und das, und schloss natürlich auch das ein oder andere Geschäft dabei ab. Der Besuch einer solchen Latrine war nicht billig, geschäftstüchtige Pächter langten da ordentlich zu. Um 400 n. Chr. gab es in Rom etwa 144 Latrinen.
Im durchschnittlichen römischen Heim ging es eher schlicht zu. Dort bestand das Toilettensystem aus einem Fass im Flur des Erdgeschosses, in das die Bewohner der mehrstöckigen Mietskasernen den Inhalt ihrer Nachttöpfe verfrachteten.
Kleiner Nachschlag für die, die in Latein aufgepasst haben: “Cacator cave malum! Aut si contempseris, habeas Jovem iratum!”
Und eine römische Weisheit: “Ut bene cacisses, ventrem Leniesses!”
Gekackt von Britt am 19. Januar 2008 um 13:40 Uhr.
Stichworte: geschäft, kacken, kommunikation, latrine






Da bekommt der Begriff “Scheiß Job” gleich ein ganz anderes Gesicht. Vielleicht meint der Römer damit sogar, daß Arbeit erleichternd ist – im wahrsten Sinne des Wortes :-)
Die spinnen, die Römer!
Dieser Text ist doch die Basis für dein Blog. Historisch begründete Themen, mit denen sich meines Wissens bisher niemand so intensiv und öffentlich beschäftigt hat.
An dieser Stelle möchte ich Dich für Deinen Einsatz loben. Weiter so! Ich zähle mich inzwischen zu Deinen Stammlesern. ;-)
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