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Ist Hildegards After das Binger Loch?

Nein, mit dem Binger Loch ist natürlich nicht das Gesäßloch von Hildegard von Bingen gemeint. Das Binger Loch ist eine für die Schiffahrt schwierige Engstelle am rechten Rheinufer bei Kilometer 530,8 bei Bingen.
Beim Durchbruch des Rheins durch das Rheinische Schiefergebirge war an dieser Stelle ein quer zum Fluss verlaufendes Riff stehengeblieben. Dieses Riff konnte im Mittelalter von Lastschiffen nicht passiert werden und schon Karl der Große gab Anweisung zur Sprengung. Aber erst im 14. Jahrhundert konnte Dank des neu erfundenen Schießpulvers das Riff gesprengt werden und das Binger Loch entstand. Bingen erhob sogleich für die Schiffe, die nun passieren konnte, Wegezoll und verdiente sich dämlich daran.

Das Binger Loch heute, Quelle: Wikipedia.de

Da durch das kleinere Riff und dieses Loch nun auch mehr Wasser fließen konnte, verringerte sich der Grundwasserspiegel in Mainz und damit auch unter dem Mainzer Dom. Die 20.000 Eichenpfähle, auf denen der Dom erbaut wurde, begannen zu faulen und das Bauwerk drohte zusammenzustürzen. Daraufhin wurde das Domfundament durch Steine ersetzt und steht bis heute stabil.

Inzwischen gab es mehrere Sprengungen und vom Riff stehen nur noch ein paar Reste, die sogenannten Lochsteine.

Kurze Zusammenfassung: Riff, Rheinschiffer, Schießpulver, Sprengung, Binger Loch, Mainzer Dom, faule Eichenpfähle, Lochsteine.

Wie komme ich eigentlich darauf? Ach ja, weil am vergangenen Wochenende im Rahmen der Landesgartenschau die Segelregatta und Motorbootveranstaltung “Hart am Binger Loch” stattfand. Ein sehr zweideutiger Name für eine solche Veranstaltung, oder?

Quelle: www.landesgartenschau-bingen-2008.de/55.0.html…

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