Heizungswärme aus der Kanalisation
Der Sommer ist vorbei, die nächtlichen Temperaturen sinken und so langsam kommt die Heizungszeit wieder. Das öffentliche Dienstleistungsunternehmen azv Südholstein hat derzeit eine Ausschreibung laufen, die sich sehr interessant anhört: Die Wärme unserer Abwässer soll zum Beheizen von Wohnungen genutzt werden. Immerhin herrscht in der Kanalisation das ganze Jahr über eine Durchschnittstemperatur von rund 15 Grad Celsius. Mittels eines Wärmetauschers könnte dem Abwasser Wärme entzogen und dem Heizungssystem hinzugefügt werden.
In Oslo wird sogar schon ein ganzer Stadtteil aus der Kanalisation geheizt und in der Schweiz nutzen etwa 200 Kommunen diese Technik. Für die azv Südholstein werden im Moment im Rahmen einer Diplomarbeit im Einzugsgebiet Standorte ermittelt, die für ein Pilotprojekt in Frage kommen könnten.
Ich finde diese Möglichkeit der Wärmerückführung sehr interessant. Gerade gestern Abend war ich mit Freunden indisch essen. Sehr scharfes Essen. Das brannte heute Morgen gleich nochmal und hatte eine Temperatur, die einige gefühlte Grad Celsius über meiner Körpertemperatur lag. Wenn meine Wohnung an solch einen Kanalisationswärmetauscher angeschlossen wäre, Würde ich dann heute meine Wohnung damit überheizen? Solche Fragen gilt es unbedingt noch zu klären, bevor diese Technik auch in Deutschland Marktreife erlangt.
Wenn wir dann auf die nicht funktionierende Heizung schimpfen und dabei Kraftausdrücke wie “Diese beschissene Heizung!” fallen, lässt das Rückschlüsse auf die Heiztechnik zu???
Gekackt von Dirk am 1. Oktober 2009 um 06:23 Uhr.
Stichworte: erfindungen, kanalisation, wohnen






Nun ja ich finde das eigentlich ganz cool. Energie mal anders. Nur…ob man dann darauf achtet ob es aus den Heizungsrohren müffelt?
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