Gastartikel von Alex: Darmspiegelung mit Einsicht

Blogger müssen Einsatz zeigen. Blogger müssen aktiv werden und aus dem Krisenherd berichten. Blogger alles geben. Schön für uns, dass Alex von www.workablogic.de alles für uns gibt und exklusiv einen Gastartikel der bei ihm durchgeführten Darmspiegelung (Koloskopie) schreibt. Leider hat er keine Fotos des Prozederes geschossen und ich muss mit selbstgezeichneten Grafiken nachbessern. Ich hab übrigens schon immer Linien übermalt und kann es bis heute nicht richtig. Aber jetzt kommt er, der Gastartikel von Alex:

Die Vorbereitung:
Zur Darmspiegelung, oder auch Koloskopie genannt, braucht es zu allererst mal eines, nämlich einen entleerten Dickdarm. Zu diesem Anlass habe ich mir vier Päckchen Colopeg in der Apotheke besorgt. Drei Tage vor der Untersuchung durfte ich nichts mehr mit Körnern zu mir nehmen und somit waren ab dann auch Tomaten, Kiwis und Co. tabu für mich. Am Tag vor dem Eingriff stand dann von 16-19 Uhr Kampftrinken an. Drei Liter Colopeg in drei Stunden.

Die Darmspülung:
Ab 16 Uhr ging es somit los mit dem ersten der drei Liter. Im Viertelstundentakt trank ich jeweils ein Glas und ab 17:15 Uhr rief das erste Mal das Klo nach mir. Auch der Gang zur Toilette um 17:30 Uhr kann man noch als Durchfall bezeichen. Die elf weiteren Besuche auf dem Klo glichen dann eigentlich nur noch reinem Wasserlassen. Zwischen 17:15 und 18:40 Uhr ging es bereits sechs Mal in die Hocke und ab der letzten halben Stunde ließ die Motivation auch rapide nach, sich Colopeg weiterhin reinzukippen, doch da muss man durch. Und auch wenn man meint, man hat es abends überstanden, gehe ich dennoch ein weiteres Mal vor dem Schlafengehen auf’s Klo… gerade im Bett angekommen, schnell wieder den Rückwärtsgang eingelegt und zurück zum stillen Örtchen. (Anm. Dirk: So still war das Örtchen ja dann gar nicht mehr. :mrgreen: )

Der Tag selbst:
Ich werde wach, das Bett ist sauber, doch schneller als man denkt, sitzt man bereits wieder auf seinem Allerwertesten und entleert sich. Nüchtern muss man vor dem Eingriff bleiben und erneut einen Liter Colopeg in die gute Stube hinunter kippen. An dem Tag habe ich es aufgegeben mitzuzählen, wie oft man sich auf die Toilette begibt.

Die Darmspiegelung:
Die Jeans wird gegen eine Art kurze Jogginghose mit Öffnung auf der Rückseite eingetauscht. Ich lege mich auf ein Krankenhausbett und werde in den Endoskopie-Saal gefahren. Der Arzt stellt sich vor, fragt mich, ob ich ein Betäubungsmittel (Dornikum) verabreicht haben möchte, worauf hin ich verneine und los kann’s gehen. Das Koloskop wird eingeführt und gleich noch weiterer Stuhlgang eingesaugt, um den vollen Durchblick zu erhalten. Die ersten Kurven tun am meisten weh, doch was nimmt man nicht alles auf sich, damit man dem Kackblog auch ein ordentliches Erlebnis bieten kann. Der Darm wird noch mittels Luftinsufflation zur Entfaltung gebracht, ich drohe fast zu platzen und das Koloskop wird auf die Reise durch den Dickdarm, bis hin zum Dünndarm und Blindarm geschickt. Hier und da muss ich zwar auf die Zähne beißen, vor allem als der Arzt Proben von der Schleimhaut des Dünn- und Dickdarms entnimmt, aber es hat sich gelohnt mit dabei zu sein und per Du zu werden mit seinem Darmtrakt. Befund: negativ.

Da muss das Schläuchlein überall durch: Anus, Enddarm, Grimmdarm/Dickdarm und ansatzweise zum Dünndarm.

Und so sieht das aus, was man auf dem Monitor sieht. Etwas schleimiger und nach hinter immer dunkler werdend.

Lieber Alex, wir finden das wirklich ganz toll, dass Du uns an Deiner Darmspiegelung so teilhaben lässt. Vielen, vielen Dank! Irgendwie bin ich ganz froh, dass Du keine Fotos gemacht hast. Und denk immer dran: Einsicht ist der erste Weg zur Besserung. :idea:

Als Dankeschön gibt’s nochmal den Link zu Alex’ Blog: www.workablogic.de. Wirklich lesenswert!

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Gekackt von Dirk am 7. Januar 2010 um 05:55 Uhr.
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Es wurden schon 3 Kommentare gekackt.

  1. workaBLOGic » Meine Darmspiegelung ist online! kackte am 07.01.2010 um 08:16 Uhr:

    [...] alten Soap-Folgen angeht. Dies hatte natürlich seinen Grund und den könnt Ihr ab heute auf dem Kackblog nachlesen. Die letzte Zeit war bei mir nämlich eher – passend zum oben genannten Blog – Dickdarm, [...]

  2. Alex kackte am 07.01.2010 um 08:25 Uhr:

    Liebes Kackblog,
    es hat mich gefreut Euch einen Einblick in eine Darmspiegelung zu bieten und ja, man nimmt doch so einiges auf sich, um direkt von der Front zu berichten! ;)
    Und Dirk, das stille Örtchen hatte den Namen an den 2 Tagen tatsächlich nicht mehr verdient. Wenn man alleine in 5 Stunden 13x auf’s Klo läuft, dann war es das wohl mit der Stille. ;)
    Hat mir eine Menge Spaß bereitet für Euch zu berichten. Somit hatte die Koloskopie (neben dem Resultat) wenigstens etwas positives.
    Ich habe auch von workaBLOGic auf Euern Artikel hierher verlinkt und jedem, der auch mal zur Darmspiegelung muss, meine Hilfestellung angeboten, da ich doch nun schon einige Tipps&Tricks drauf habe, wie sich so einiges leichter ertragen lässt.
    In diesem Sinne, uns allen beste Gesundheit für 2010,
    der Alex :roll:

  3. Analwerbung: Vom Arsch für den Arsch » Der Kackblog kackte am 07.01.2010 um 18:14 Uhr:

    [...] einen Einblick in eine Darmspiegelung zu…workaBLOGic » Meine Darmspiegelung ist online!: [...] alten Soap-Folgen angeht. Dies hatte natürlich seinen Grund und den könnt…Ede: Hehehe .. Geile [...]

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