Dungblasen gegen böse Geister
In der tibetisch-buddhistischen Ritualmusik kommen je nach Ritual verschiedene Instrumente zum Einsatz. Sollen Geister ausgetrieben werden oder möchte man Einfluss auf das Wetter nehmen, wurde früher zum Dung gegriffen. Das ist ein Blasinstrument, das aus einem Oberschenkelknochen – vorzugsweise der eines 16-jährigen Mädchens, eines gleichaltrigen Jungens, eines Mordopfers oder dem Opfer einer schweren Krankheit – gefertigt wurde. Das nannte man dann Rkang Dung oder Rkang Gling. Aber natürlich werden die heute nicht mehr hergestellt.
Heute greift man da eher zum Schneckenhorn Dung Kar, das aus einer Schneckenschale besteht, deren Spitze abgebrochen wurde und als Einblasöffnung genutzt wird. Oder es kommen 4,5 m lange Trompeten aus Metall zum Einsatz. Je nach Material heißen diese Zangs Dung (aus Kupfer), Rag Dung (aus Messing) oder Dngul Dung (aus Silber).
Ich bin nicht sonderlich musikalisch (meine Sessions mit diversen Guitar Hero-Spielen zähle ich nicht dazu). Aber scheint mir noch unmusikalischer zu sein als ich. Allerdings ich bin mir sicher, dass sie auch gerne mal in so ein Dung blasen würde. Stimmt’s? Hat ja vom Namen her auch was mit dem Kackblog zu tun.

Bundesarchiv, Bild 135-S-16-05-03, Foto Schäfer, Ernst | 1938/1939

Bundesarchiv, Bild 135-S-14-22-21, Foto Schäfer, Ernst | 1938/1939
Quelle: de.wikipedia.org
Gekackt von Dirk am 16. Dezember 2009 um 05:56 Uhr.
Stichworte: asien, musik






Einen Kommentar kacken: