DNS-Test überführt israelische Hunde
In der israelischen Stadt Petach Tikva hat die Tierärztin Tika Bar-On eine DNS-Datenbank für Hunde eingerichtet und kann mittels einer Stuhlprobe den Verursacher von Hundehaufen ausfindig machen. Verantwortungslose Herrchen und Frauchen müssen somit für die Reinigung der Gehwege und Parks aufkommen.
Diese Idee wollte Anfang diesen Jahres auch die Stadt Volkach in Unterfranken übernehmen, aber die deutsche Rechtsprechung machte dem einen Strich durch die Rechnung. Hundebesitzer können hier nicht zu einer DNS-Probe ihres Hundes verpflichtet werden. Außerdem sprechen die Kosten von rund 200 Euro pro Hund für das Anlegen der Datenbank plus die anfallenden Kosten des zwei- bis dreitägigen Tests dagegen.
Demnach wird hierzulande weiterhin an den Menschenverstand appeliert. Aber die Idee an sich finde ich wirklich gut.
Leserhinweis von oasenhoheit
Gekackt von Dirk am 18. November 2009 um 05:50 Uhr.
Stichworte: dreck, hunde
Artikel drucken







Also ich finde die Idee überhaupt nicht gut. Das Problem daran ist dass sich so die menschen damit abfinden dass dererlei Daten im Alltagsleben erhoben und ausgewertet werden.
Das ist dann das gleiche wie wenn die RFID Chips (die ja sehr bald alltäglich sein werden) in den Verpackungen benutzt werden um denjenigen ausfindig zu machen der sie weggeworfen hat. – Und das ohne die Hürde eines DNS Tests. Die Gesellschaft wird sich daran gewöhnen und dann kann die nächste Stufe eingeläutet werden. Du verstehst auf was ich hinaus will.
Weniger Hundekot wäre ja ganz schön und gut, aber nicht so!
ich find die idee grandios!
und ich seh darin auch kein problem, was daten betrifft, weil ich nicht wüsste, wie man die daten aus einer datenbank mit hunde-dna missbrauchen sollte.
wenn man als hundehalter aber damit rechnen müsste, identifiziert werden zu können, wenn man den dreck seines lieblings nicht wegmacht, würden vielleicht mehr der hundehalter, die bisher zu faul und/oder rücksichtslos sind, endlich mal hinter ihrem vierbeiner herräumen.
ob sich die satireseite gegenhund schonmal mit der thematik befasst hat?
muss ich doch gleich mal nach suchen.
den hundehaltern, die sich vor dem wegräumen einfach ekeln, empfehl ich aber das hier.
damit gibts keine ausreden mehr.
Ich finde die Idee auf der einen Seite schon gut, da es die Hundehalter doch einmal darüber Nachdenken lässt, ob man es nun liegen lässt oder nicht. Ich glaube die Stadt könnte schon sauberer werden. Auf der anderen Seite fragt man sich natürlich wozu man als Hundebesitzer eigentlich Hundesteuer zahlen muss, wenn die Stadt das Geld dann nicht für solche Zwecke, wie z.B. der Beseitigung von Hundedreck einsetzt.
@sven
und genau DA beginnt der teufelskreis.
die hundesteuer dient nicht allein dazu, die kosten für die beseitigung des drecks zu decken, sondern sie ist auch eine lenkungssteuer.
will heißen:
die hundesteuer hat unter anderem den zweck, dass die menschen sich nicht zu viele hunde anschaffen. entfiele sie, hätten vielleicht mehr leute hunde oder einige hundehalter mehrere hunde.
einige hundehalter lassen den dreck jedenfalls liegen und argumentieren, dass sie ja hundesteuer zahlen.
kommunen hingegen argumentieren, dass viele hundehalter den dreck nicht wegmachen und sie “zur strafe” die hundesteuern nicht senken können.
dass die steuer zur beseitigung eingesetzt werden soll und halter von der reinigungspflicht befreien könnte, ist aber allein schon deswegen unsinn, weil man ja nicht wegen jeden haufens bei der stadt anrufen will, damit sie den wegmacht, die stadt anders herum aber auch keine “hundehaufenpatrouille” streife gehen lässt, die nach liegen gelassenen hundehaufen ausschau hält.
es liegt in erster linie bei den nachlässigen haltern, endlich umzudenken. sonst bekommt man das problem NIE in den griff.
da es aber immer wieder vergebens ist, an den gesunden menschenverstand zu appellieren, wäre die dna-datenbank DAS instrument, um die halter, die den dreck liegen lassen, zu ermitteln und ihnen ne saftige strafe aufzubrummen.
@Muling: Aber was wäre daran negativ, wenn anhand eines RFID-Chips der direkte Verursacher von Müll ausfindig gemacht und zur Verantwortung gezogen werden würde?
@oasenhoheit: Als Hundebesitzer muss man sich seiner Verantwortung stellen und dazu gehört auch das Entfernen des Kots in Parks oder auf der Straße. Ich halte die Idee auch für einen Schritt in die richtige Richtung. Es sollte nur weniger kostenaufwändig und praktikabler sein.
@Sven: oasenhoheit hat Recht mit der Hundesteuer als Lenkungssteuer.
Klar wäre eine DNS-Datenbank ein großer Eingriff in die Persönlichkeit der Hunde und der Hundehalter, aber es wäre gerecht. Nur der, der die Kosten verursacht, muss diese auch übernehmen und nicht die Allgemeinheit der Steuerzahler innerhalb einer Kommune. Als Nicht-Hundehalter fällt mir diese Aussage natürlich sehr leicht. Wir wissen ja, dass das Thema sehr polarisiert, aber ich denke wir sind uns einig, dass in der Idee irgendwie Potenzial drin steckt. Nur zur extremsten Umsetzung wie in der israelischen Stadt sollte es nicht kommen.
@dirk
genau so sieht aus.
außerdem ist das blöde halt:
selbst wenn die städte und kommunen “hundehaufenpatrouillen” oder eine “hundehaufenhotline” zum aufstöbern oder melden der lästigen tretminen hätten und sie die liegen gelassenen haufen unter zuhilfenahme der hundesteuer beseitigen würden:
die haufen lägen halt immernoch so lange da, bis das entsorgungsteam davon kenntnis erlangt und sich drum kümmert.
bis das geschieht, sind die haufen einfach ein großes ärgernis. sei es für fußgänger, radfahrer, andere hundehalter, spielende kinder, picknicker und sonnenbader in parkanlagen etc.
ich seh es übrigens genauso, wenn reiter die pferdeäpfel auf straßen, fuß- und waldwegen, wo leute spatzieren oder joggen gehen, liegen lassen, besonders da die haufen noch größer sind.
also ich weiss ja nicht. Ehrlich gesagt finde ich es auch doof in einen Hundehaufen zu tretten aber um ehrlich zu sein ich trag die Scheiße von meinem Hund auch nicht mit mir rum. Ich finds auch schade wenn die großen Grünanlagen der Städte voll mit Hundekot sind aber es kann doch auch möglich sein den Hund dort kacken zu lassen wo er will und nicht dann gleich die dampfende Kacke da in ne Tüte zu packen und sich selbst in die Tasche zu stopfen. Vielleicht ist eine Idee einfach mehr Hundeklos in den Städten zu haben aber zum andern werden die Hunde da auch nicht öfters drauf gehen.
grüßle aus Frankreich
muetze
ich gebe zu, dass die städte nicht ganz unschuldig an der häufung von tretminen sind, wenn sie zu wenige mülleimer aufstellen.
aber viele hundebesitzer haben ja nichtmal plastiktüten, zeitungspapier oder wasauchimmer dabei, um den dreck überhaupt aufsammeln zu können.
da sind fehlende hundeklos oder mülleimer nur müde ausreden.
wenn kein mülleimer in der nähe ist, könnte man die haufen ja immerhin noch einsammeln und ins nächste gebüsch werfern, damit keiner mehr reintritt.
aber auch dafür sind sich einige halter ja leider zu fein.
und DAS ist daran so ärgerlich für alle anderen.
Einen Kommentar kacken: