Die Winde des Herrn Prunzelschütz
Das war der Herr von Prunzelschütz
Der saß auf seinem Rittersitz
mit Mannen und Gesinde
in mitten seiner Winde.
Die strichen, wo er ging und stand,
vom Hosenleder übers Land
und tönten wie Gewitter.
So konnte es der Ritter!
Zu Augsburg einst, auf demTurnier,
bestieg er umgekehrt sein Tier,
den Kopf zum Pferdeschwanze,
und stürmte ohne Lanze.
Doch kurz vor dem Zusammenprall
- ein Donnerschlag – ein dumpfer Fall
Herr Prunz mit einem Furze
den Gegner bracht zum Sturze.
Da brach der Jubel von der Schanz.
Herr Prunzelschütz erhielt den Kranz.
Der Kaiser grüßte lachend und
und rief: “Epochemachend!”
Ein Jahr darauf Herr Prunzelschütz
saß froh auf seinem Rittersitz
mit Mannen und Gesinde
inmitten seiner Winde.
Da kam ein Bote kreidebleich,
und meldete: “Der Feind im Reich!
Das Heer läuft um sein Leben.
Wir müssen uns ergeben.”
Flugs ritt Herr Prunzelschütz heran,
lupft seinen Harnisch hinten an
und lässt aus der Retorte
der Winde schlimmster Sorte.
Das dröhnte, donnerte und pfiff,
so dass der Feind die Flucht ergriff.
Da schrie das Volk und wollte,
dass er regieren sollte.
Herr Prunz indessen todesmatt,
sprach: “Gott, der uns geholfen hat,
der möge mich bewahren.”
Und ließ noch einen fahren.
Der letzte war’s, der schwach entfloh.
Drauf schloss für immer den Popo
Herr Prunz, der frumbe Ritter,
und alle fanden’s bitter.
Er ward begraben und verdarb.
Die Burg zerfiel. Doch wo er starb,
steht heute eine Linde.
Da raunen noch die Winde.
Bis 11.11 Uhr lernt Ihr das bitte alle auswendig! Helau, helau, helau!!!
Gekackt von Britt am 11. November 2009 um 05:48 Uhr.
Stichworte: fastnacht, gedichte, literatur
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Sehr schön
Erinnert mich an ein altes Gedicht des Herrn von Goethe mit dem Refrain “hätt er geschissen so wie ich”. Leider via Google nicht auffindbar. Wär aber sicher ein Posting bei euch wert, wenn ihr es irgendwo auftreiben könnt
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