Die Scheißnase der Gräfin Cosel

Blick zurück in eine Zeit ohne stylische AquaClean-WCs. Als im 18. Jahrhundert Gräfin Constantia von Cosel, die bekannteste Mätresse August des Starken, in der Nähe von Dresden auf Burg Stolpen gefangen gehalten wurde, bewohnte sie viele Jahre lang den Johannisturm.

Damals waren sogenannte “Toilettenerker” im Einsatz. Man saß innen, also im Erker, auf einem zugigen Loch über dem Abgrund. Die Fäkalien plumpsten einfach an der Burgmauer hinunter in die Tiefe. Praktisch. Und weil der Johannisturm und sein Erker die lustigen Stolpener Bürger zu allerlei Assoziationen hingerissen hat, verpasste man ihm irgendwann den Begriff “Scheißnase”. So wird der kleine Erker auch heute noch genannt. Sehr treffend!

Scheißnase am Coselturm / photo taken by Thomas Henkel, wikipedia

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Gekackt von Britt am 21. November 2010 um 07:48 Uhr.
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Es wurden schon 5 Kommentare gekackt.

  1. rebhuhn kackte am 21.11.2010 um 13:57 Uhr:

    ich habe vor einiger zeit die biographie der cosel gelesen…. meine güte, war das traurig :(

    scheißnase hingegen ist ein ziemlich lustiger ausdruck *g!

  2. Britt kackte am 21.11.2010 um 14:26 Uhr:

    @rebhuhn, ich hab´s auch gelesen und kann mich erinnern, dass ich es auch schrecklich traurig fand. Ich muss wohl das Buch noch mal rauskramen …

  3. kackte am 21.11.2010 um 15:48 Uhr:

    Im Vergleich zu den Sitten in Versailles ist so eine Scheißnase ja richtig vornehm! Gerüchte besagen, dass die Hofdamen und Mätressen im Schloss des Sonnenkönigs einfach in die Ecken der Gänge gemacht hätten….

  4. Sven kackte am 21.11.2010 um 18:53 Uhr:

    und ich dachte, die Sachsen gehen immer hinter die “Fischten” :oops:

  5. Sabine kackte am 30.11.2010 um 09:17 Uhr:

    Das verstehen die Blaublütigen also unter “Armenspeisung”.

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