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Die Scheiße kommt aus dem zweiten Gehirn

In vielen Weltanschauungen gilt der Darm als Zentrum des Lebens. Immerhin werden hier ca. 70 % der körperlichen Immunkraft aufgebaut und die notwendigen Nährstoffe für unseren Körper aus der Nahrung verwertet. Ist also verständlich. Und dem Darm ist niemals langweilig. Er hat immer irgendwas zu tun. Oder eigentlich haben die Bakterien in unserem Darm - die sogenannte Darmflora - den ganzen Schaff. Die Bakterien erzeugen lebenswichtige Vitamine, führen sie dem Blut zu und sie bekämpfen und eliminieren feindliche Bakterien.


Quelle: pixelio.de, ChrisBay101

Und damit das weiterhin gut läuft, müssen wir dafür sorgen, dass die Flora im Gleichgewicht bleibt und der Darm keinen zusätzlichen Belastungen ausgesetzt wird. Fast jeder Mensch litt in seinem Leben schonmal unter Verdauungsstörungen: Reizdarm, Blähungen, Verstopfung, Durchfall oder Entleerungsstörungen. Kritisch wird es aber, wenn solche Störungen chronisch werden. Dann sollte der Haus- oder Facharzt aufgesucht werden. Üppiges, hastiges, zu fettes und zu süßes Essen schadet dem Darm. Ebenso die Aufnahme von zu viel Salz durch die Nahrung. Unsere Ernährung sollte vielmehr aus reichlich Ballaststoffen, viel Obst und Gemüse und in Maßen möglichst mageres Fleisch bestehen. Speisen mit viel Vitamin C und D, mit Betacarotin und Selen stärken die Darmflora und damit unser Immunsystem. Tierische Fette sollten besser durch Pflanzenöl ersetzt werden und viel Trinken hilft dem Körper, die Giftstoffe abzutransportieren.

Schädlich für den Darm ist auch zu viel Kaffee, Rauchen, Alkohol, scharfe Gewürze und mangelnde Bewegung. Aber auch Medikamente wie Antibiotika machen dem Darm schwer zu schaffen. Nicht nur die krankmachenden Bakterien, sondern auch die Darmflora wird nachhaltig zerstört.

Aber auch die Psychologie spielt beim Darm eine große Rolle. Durch den Vagusnerv ist er direkt mit dem Gehirn verbunden und was im Darm passiert wirkt sich aufs Gehirn aus und umgekehrt. Und genau deshalb können sich Probleme, Stress oder Stimmungsschwankungen auf den Darm auswirken. Wissenschaftler sprechen von einem “zweiten Gehirn im Bauch”.

Um Darmerkrankungen verzubeugen, sollte der Stuhl regelmäßig kontrolliert werden. Bleistiftdünner Kot deutet z.B. auf eine Verengungung durch Polypen hin. Blut im Kot kann aus dem Dickdarm stammen. Verstopfung und Durchfall, die länger als fünf Tage dauern, sollten vom Arzt kontrolliert werden, bevor eine chronische Darmentzündung eintritt.

Fazit: Das erste Gehirn bei der Ernährung einsetzen, um das zweite Gehirn im Bauch und damit den ganzen Körper zu stärken!

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