Des Kloforschers Spezialwürstchen
Vor einiger Zeit habe ich hier vom Gelsenkirchener Kloforscher Professor Demiriz berichtet. Jetzt gab es einen ARD-Fernsehbeitrag über ihn und sein Sanitärlabor, in dem er Studien zum speziellen Spülverhalten von Kloschüsseln durchführt. Darüber habe ich mich sehr gefreut! Endlich kommen meine GEZ-Gebühren mal sinnvoll zum Einsatz ;-)
Das wichtigste Werkzeug des Kloforschers sind seine Spezialwürstchen. Die sehen aus wie das Original, sind aber aus Silikon. Jeweils 40 Gramm schwer und natürlich DIN genormt. Vier Würstchen entsprechen in etwa einer Defäkation (das ist der Fachbegriff für “kacken”). Bei den Spültests muss die Ladung in einem Rutsch ausgespült und fünf Meter durch eine liegende Leitung transportiert werden. Nur dann gilt der Test als bestanden. Wenn das Rutschverhalten noch authentischer sein soll, kommt Pflaumenmus zum Einsatz. Das ist in seiner Konsistenz und Farbe dem menschlichen Stuhlgang am ähnlichsten.
Die Testtoilette ist mit einer speziellen Klobrille ausgerüstet. Sie sorgt dafür, dass alle Prüfkörper von einer einheitlichen Standardposition und Standardfallhöhe in die Kloschüssel eingebracht werden. Nur so lassen sich später die Ergebnisse auch tatsächlich vergleichen. Alle fünf Sekunden wird dann ein Pflaumenmus-Würstchen abgedrückt, nach 15 Sekunden kommen 12 Blatt Klopapier hinzu und nach weiteren 15 Sekunden wird die Spülung ausgelöst. Dann ist ein Testdurchgang beendet.

4,5 Liter Wasser sind laut Kloprofessor die Idealspülmenge für Toiletten in Privathaushalten. Zwei Liter für den eigentlichen Spülvorgang und 2,5 Liter für den Transport im Abwasserrohr.
Quelle: W wie Wissen, “Was vom Tage übrig bleibt”, ARD, 15. März 2009
Gekackt von Britt am 27. März 2009 um 06:06 Uhr.
Stichworte: fake, forschung, testen, wissenschaft






finde ich kacke.
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