Der Hirte des Afters
Heute blicken wir in die Vergangenheit zurück, nämlich ins alte Ägypten zu den Pharaonen, etwa 450 v.Chr. Ägypter liebten Reinlichkeit, Heilfasten und Darmentleerungen und grüßten sich mit „Leben, Heil und Gesundheit!“. Die ägyptische Medizin war seinerzeit relativ fortschrittlich. Das ganze Land war voll von Priesterärzten für viele Leiden – Medizin und Religion waren untrennbar verbunden. Meist gab es für jedes Körperteil bzw. Organ einen speziellen Arzt. Für den Kopf, für die Zähne, für den Magen … und eben auch für den Darm. Das ist ja bei uns heute auch so ähnlich. Doch die Ägypter hatten sogar für jede Krankheit einen Arzt.
Ein Arzt mit besonders hohem Ansehen und der Inhaber eines sehr wichtigen Staatsamtes war der nr phiit, übersetzt „Hirte des Afters“, der für die Klistiere des Pharao zuständig war. Er nutzte Schilfrohre, Holzplastiken, Tierblasen, Lederbeutel und Flaschenkürbisse, um Wasser in den Darm seines Herrn einzulassen.
Auf einer Seite über altägyptische Medizin habe ich folgendes Heilmittel zur Kühlung des Herzens, zur Kühlung des Afters und zur Belebung der Gefäße gefunden: „Es wird zuerst ein Trank verabreicht und dann wird noch ein Klistier gegeben: Honig 2,5 ro, frisches Behen‑Öl ¼, süßes Bier 10 ro werde eingegossen in den After an vier Tagen. Andere Eingüsse bestehen aus Pflanzenschleim oder angeritzten Sykomorenfrüchten oder Blättern der Dornakazie.“
Ein Rezept gegen Darmvorfall und Hämorrhoiden: „Myrrhe, Weihrauch, Zyperngras, Sellerie, Koriander, Öl, Salz, das alles werde gekocht zu einer Masse, werde zu einem Faserbausch gemacht und werde in den After gegeben“.
Quelle: Virtuelles Museum der Wissenschaft, www.amuseum.de
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Gekackt von Britt am 13. Mai 2008 um 06:47 Uhr.
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Stichworte: after, anal, ägypten, historisch, klistier, medizin, pharao









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Da bin ich aber froh in der Zeit moderner Proktologen zu leben
Warum? Das ist doch sehr komfortabel: jemand, der nur für Deinen Arsch zuständig ist und sich ständig darum kümmert, dass alles schön frisch ist.
Die Ägypter waren übrigens ganz versessen nach ausgiebiger Darmhygiene. Sie hatten nämlich große Angst davor, innerlich zu verfaulen.
Manchmal habe ich auch das Gefühl, innerlich zu verfaulen. Wie das riecht…
Warum hat das Virtuelle Museum der Wissenschaft die URL amuseum.de? Ich musste da sofort an A-Loch denken.
Ich bin so ein Hirte des Afters, so viele Klistiere und Einläufe ich der Menschheit beschere!
Stimmt, Du bist einer der Hirten. Im alten Ägypten hättest Du eine grandiose Karriere hingelegt. Aber dann hättest Du auf Papyrus geblogt.
Das gabs ja auch mal. Ich glaube, man nannte es „Tagebuch“.
Tage… was? Nie gehört!
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