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Pipi-Bottle für EM-Fans

Ausnahmezustand in Wien. Hunderttausende Fußball-Fans machen sich in der Stadt breit und drohen Rasenflächen und Rosenbeete in öffentliche Toiletten zu verwandeln.

Um dem Unmut der Nachbarschaft rund um Stadion und die Public Viewing Plätze vorzubeugen, haben sich die Wiener Planer etwas Cleveres einfallen lassen: den praktischen “Roadbag” zum reinhalten und laufen lassen. Männliche Fans können sich durch eine 5,5 cm breite Öffnung erleichtern und somit die Wiener vor feucht-stinkigen Überraschungen verschonen.

Der in den roadbag® eingelegte Innenbeutel enthält einen Superabsorber (chemisch: Polymerkristalle). Dieser bindet rasch bis zu 700 ml Urin und verdichtet ihn zu einem festen Gel. Ohne Hautkontakt, hygienisch und geruchlos. Nichts läuft aus. Und sogar ein Erfrischungstuch liegt bei. Das ideale Einweg-Urinal.

Die durchschnittliche Urinmenge beträgt aber nur 300 bis 500 ml. Damit ist der roadbag® fast jedem Druck gewachsen. Nach dem Pinkeln mit dem Klebestreifen verschließen und im Restmüll entsorgen. Fertig.

Bei mir bleiben da im Moment noch zwei Fragen offen. Zum einen, wer die Beutel finanziert. Zum anderen hat mal wieder niemand an die Frauen gedacht! Was machen wir, wenn die wenigen Dixies besetzt sind???

Erfunden hat das Einweg-Urinal übrigens eine Frau. Eva Maria Tinter aus Köln vertreibt den roadbag® im Probierpaket (3 Stück), Sorglospaket (8 Stück) und Vorratspaket (30 Stück).

(gelesen auf www.wc-frisch.de und www.n-tv.de. Foto: www.roadbag.de)

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