Poesie zum Jahresende
Zum Abschied des Jahres gibt’s noch ein wenig Poesie, die uns unser Leser Toni Felfe schickte. Vielen Dank dafür und einen guten Rutsch. Anmerkung für Klugscheißer: Eigentlich müssten wir uns ja guten “Rosch” – also einen guten Anfang des Jahres – wünschen. Kommt aus dem Jiddischen/Rotwelschen, Info unter de.wikipedia.org/wiki/Rosch_ha-Schana.
Ein D-Zug fährt von Dresden nach Preußen – Bayern – Württemberg und wieder zurück nach Sachsen. Im Klosett befindet sich der bahnamtliche Vermerk: “Die Benützung des Klosetts ist nur 5 Minuten gestattet.”
Das gibt einem Preußen zu folgendem Vers Anlass:
Wer hier mal wat verrichten will,
der möge sich mal sputen.
Die Bahnverwaltung gönnt ihm nur
zum Kacken fünf Minuten.
Ein Bayer schreibt darunter:
Wer diesen Vers geschrieben hat,
der ist gewiss aus Preißen.
Denn wer nicht viel zu Fressen hat,
hat auch nicht viel zu scheißen.
Ein Schwabe verstieg sich zu folgendem Vers:
Wer aber dies geschrieben hat,
das isch gewiss a Bayer,
die fressa und de saufa viel
und scheißen wia die Reiher.
Darunter schreibt ein Sachse:
Seht hier die Deutsche Einigkeit,
hier tut es sich beweisen,
den einen gönnen’s fressen nicht,
den anderen nicht das Scheißen.
Den Schlussvers macht ein Österreicher:
Wer Freud’ und Eintracht sehen will,
der braucht nicht weit zu wandern,
in unserem schönen Österreich,
scheißt einer auf den anderen.
Gekackt von Dirk am 31. Dezember 2010 um 06:00 Uhr.
Stichworte: poesie, reisen
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