gekürzte Pressemitteilung der GTO – 19. November 2009
Berliner Schülerinnen und Schüler machen auf den weltweiten sanitären Notstand aufmerksam
Die defekte Toilette der Internationalen Raumstation ISS wurde in den vergangenen Jahren mehrfach repariert. Das kostete Millionen und wurde von der Weltöffentlichkeit gespannt verfolgt. Auf der Erde hingegen gehört die Toilette – auch als Low-Tech-Version – noch längst nicht überall zum Alltag: Rund 2,5 Milliarden Menschen, das sind fast 40 Prozent der Weltbevölkerung, leben nach Schätzungen von WHO und UNICEF ohne angemessene Sanitärversorgung. Dieser Zustand erzeugt jedoch selten Schlagzeilen. Mit einer Aufsehen erregenden Aktion zum Welttoilettentag 2009 möchten fünf Berliner Schulen das Schweigen um das „stille Örtchen” brechen. Initiiert von der German Toilet Organization e. V. (GTO) informieren sie über diesen Missstand und verlangen eine „Klobalisierte Welt“.

Projekt "Klobalisierte Welt", German Toilet Organization
Der 19. November ist jährlich der Welttoilettentag: Ein Datum, welches auf eines der am meisten vernachlässigten menschlichen Grundbedürfnisse aufmerksam machen soll. In diesem Jahr protestierten über 100 Berliner Jugendliche vor dem Brandenburger Tor für die oftmals verkannte Bedeutung des Themas.
„Viele müssen im ersten Moment lächeln“, erläutert Thilo Panzerbieter, Geschäftsführer der GTO. „Aber sobald man sich die Statistiken vor Augen führt und bedenkt, dass fehlende Wasser- und Sanitärversorgung ca. 5000 Kinderleben pro Tag kosten, wird jedem der Ernst der Lage bewusst.“ So sehen das auch die Berliner Schülerinnen und Schüler, die an dem „Klobaliserte Welt“ Projekt der GTO teilnahmen. „Wenn man bedenkt, dass wir unsere Toiletten mit Trinkwasser spülen, können wir für andere Länder doch kein Vorbild sein“, sagt eine Schülerin.
„Klobalisierte Welt“ – der etwas andere Einblick in die Entwicklungszusammenarbeit
Das Schulprojekt „Klobalisierte Welt“ wurde 2009 ins Leben gerufen. Die GTO führte hierzu an fünf Berliner Schulen Projekttage durch. Hierbei erfuhren die beteiligten 8. und 9. Klassen etwas über Lebensbedingungen in Ländern mit sanitärem Notstand. Zugang zum Thema Toiletten wurde über eine Besichtigung der eigenen Schultoiletten erreicht. „Wir haben diskutiert wie das Leben wohl ohne Trennwände, Seife oder gar ohne Toiletten aussehen würde“, sagt Carsten Radke, Projektleiter der GTO. „Wenn man sich dann noch über den oft misslichen Zustand der eigenen Schulklos austauscht, sind die Jugendlichen voll dabei“, fügt Thilo Panzerbieter hinzu.
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Gekackt von Dirk am um 05:37 Uhr.
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